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Europa

Zahlreiche Tote auf Ferieninsel Madeira

Auf der portugiesischen Insel sind bei schweren Unwettern mit Überschwemmungen viele Menschen ums Leben gekommen. Flutwellen und Erdrutsche ließen Häuser einstürzen und rissen Autos mit sich.

Retter ziehen einen Menschen aus dem Hochwasser (Foto: AP)

Dramatische Rettungsaktion in der Insel-Hauptstadt Funchal

Die Regionalregierung in der Hauptstadt Funchal bezifferte die Zahl der Toten zuletzt auf mindestens 42. Einige Menschen werden noch vermisst. Zahlreiche Personen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Stundenlanger Regen...

...hatte auf der bei Touristen beliebten Atlantik-Insel zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Die Wassermassen spülten Autos ins Meer, zerstörten Gebäude und Brücken und rissen Bäume um.

Erdrutsch außerhalb Funchals (Foto: AP)

Kein Durchkommen mehr: Ein Erdrutsch begräbt eine Straße unter sich

Auf der Flucht

Der Flughafen Madeiras musste vorübergehend geschlossen werden. Auch zahlreiche Straßen sind unpassierbar. Mehrere Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Der Zivilschutz richtete den Appell an die Einwohner, ihre Häuser nicht zu verlassen.

In einigen Gegenden fiel der Strom aus. Telefonleitungen wurden unterbrochen. Rettungsdienste riefen über den örtlichen Rundfunk Ärzte und Pflegepersonal zu Notdiensten. Angesichts steigenden Hochwassers flohen die Bewohner aus den niedrig gelegenen Teilen Funchals.

EU und Portugal helfen

Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates äußerte sich "zutiefst bestürzt" über die Todesopfer und die Verwüstungen. Sobald es das Wetter zulasse, werde er nach Madeira reisen und sich selbst ein Bild von der Lage machen.

Madeiras Regionalpräsident Alberto Joao Jardim bat die Europäische Union um Hilfe. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso - selbst Portugiese - sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Die Europäische Kommission werde die portugiesischen Behörden in dieser "schrecklichen Katastrophe" unterstützen, versicherte Barroso.

Überschwemmung in Funchal (Foto: AP)

Gewaltige Wassermassen bahnen sich ihren Weg durch Funchal

Madeira ist mit rund 260.000 Einwohnern die größte Insel des gleichnamigen Archipels. Es liegt etwa 600 Kilometer vor der Nordwestküste Afrikas.

Autor: Christian Walz (dpa, apn, afp, rtr)
Redaktion: Gerhard M Friese