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Aktuell Nahost

Zahlreiche Opfer bei Anschlägen im syrischen Idlib

Aus dem Nordwesten Syriens werden mehrere Bombenanschläge gemeldet, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Zudem soll die Zentralbank in Damaskus angegriffen worden sein.

Die Opposition berichtet von mindestens 20 Toten in Idlib. Die staatlichen syrischen Medien melden neun Tote und fast 100 Verletzte. Bei vielen Opfern soll es sich um Angehörige der Sicherheitskräfte handeln. Ein Sprengsatz sei in der Nähe eines Gebäudes der Staatssicherheit gezündet worden, ein weiterer in der Nähe eines Sitzes des Militärgeheimdienstes.

Angriff auf Zentralbank in Damaskus gemeldet

In Damaskus selbst wurde laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana das Gebäude der Zentralbank von Gegnern des Assad-Regimes mit Panzerfäusten angegriffen. Es gab mehrere Leichtverletzte.

Die syrische Regierung machte im Staatsfernsehen für die Anschläge in Idlib und den Beschuss in Damaskus "bewaffnete Terroristen" verantwortlich, ein Begriff der vom Machtapparat um Baschar al-Assad üblicherweise für Gegner des Präsidenten verwendet wird.

Mood fordert Ende der Gewalt

Trotz einer seit gut zwei Wochen offiziell geltenden Waffenruhe waren in Syrien am Wochenende nach Angaben der Opposition rund 70 Menschen getötet worden, darunter mehr als 40 Zivilisten.

Am Sonntag traf der norwegische General Robert Mood, der die UN-Beobachtermission zur Überwachung der Waffenruhe leitet, in Damaskus ein. Er forderte alle an dem Konflikt beteiligten Seiten zu einem Ende der Gewalt auf. UN-Beobachter des Vorausteams sind auf dem Weg nach Idlib. Dort sollen sie sich nach den Anschägen ein Bild von der Lage in der Widerstandshochburg im Nordwesten Syriens machen.

qu/pg/as (dpa, afp, rtr)