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Zahlreiche Katastrophen und ein Wunder

Auch 2010 war von Katastrophen und Unglücken gekennzeichnet. Oft standen das Leid der Menschen und ihr Bangen um Angehörige im Mittelpunkt des weltweiten Interesses - einmal bei einer Rettung mit glücklichem Ausgang.

Arme, kranke, alte Frau sitzt auf dem Boden in Multan Nun (Pakistan) nach der Flutkatstrophe im Oktober 2010. (Foto:DW)

Hunderttausende waren in diesem Jahr von Katastrophen betroffen

Zu Beginn des Jahres erschütterte am 12. Januar ein Erdbeben die Karibikinsel Haiti. Das Epizentrum lag 25 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port–au–Prince. Es hatte eine Stärke von sieben auf der Magnituden-Skala. Dem Hauptbeben folgen innerhalb eines Tages zwölf Nachbeben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz schätzt heute, dass etwa drei Millionen Menschen von diesem Erdbeben betroffen sind, für 300.000 kam jede Rettung zu spät.

Haiti

Eine Frau geht durch eine verlassene und zerstörte Straße in Port-au-Prince. (Foto:AP)

Das Erdbeben vom hinterlässt grenzenlose Zerstörung in den Städten

Die Katastrophe ereignete sich um 21:53 Ortszeit. Dunkelheit erschwerte die sofort einsetzenden Bergungsarbeiten. Telefonleitungen sowie Krankenhäuser oder andere Hilfseinrichtungen waren zerstört. Viele Menschen standen innerhalb weniger Minuten vor dem Nichts. Über der Stadt, die zu 80 Prozent zerstört war, lag eine Staubwolke, die Behausungen der Slumgegenden waren mit den Hügeln, auf denen sie gestanden hatten, abgerutscht. Zahlreiche Bewohner wurden unter ihren eigenen Häusern begraben. Kurz nach dem Beben brach das Gesundheitssystem zusammen, im Schutz der anbrechenden Nacht trieben erste Plündererbanden ihr Unwesen. Der Staat Haiti konnte die innere Sicherheit nicht mehr gewährleisten.

Mann geht über eine stinkende und dampfende Müllhalde auf der Suche nach nützlichen Gegenständen. (Foto:AP)

Der Wiederaufbau des zerstörten Landes wird etwa zehn Jahre dauern

Auch die Katastrophenhelfer waren von den Auswirkungen des Bebens betroffen. Einige klagten über die nur schleppend anlaufende internationale Hilfe. "Viele unserer Mitarbeiter sind gestorben, unsere Büros sind eingestürzt. Wir haben wichtige Zeit verloren", klagt ein Mitarbeiter des Diakonischen Werks.

Drei Monate nach dem Beben fand in New York eine UN-Geberkonferenz für Haiti statt. Die Schäden wurden auf acht Milliarden Dollar geschätzt. Für die nächsten zehn Jahre sagten die Geberländer Haiti knapp zehn Milliarden Dollar zu.

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