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Erdbeben in China

Zahl der Todesopfer nach Erdbeben im Südwesten Chinas steigt

Die Erdstöße in Sichuan wecken die Erinnerung an das verheerende Beben 2008 in der Provinz. Damals starben mehr als 80.000 Menschen. Wie groß dieses Mal das Ausmaß ist, bleibt unklar. Es herrscht große Verwirrung.

In der südwestchinesischen Provinz Sichuan hat die Erde gebebt. Mindestens neun Menschen sollen ums Leben gekommen sein, 164 wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt. Das teilten die Behörden in Sichuan mit. Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um chinesische Touristen. Das Erdbebenzentrum des Landes gab die Stärke des Bebens mit 7 an. Der seismologische Dienst der USA USGS sprach von 6,5.

China Erdbeben (Foto: picture alliance/dpa/Photoshot)

Ein Hotel in Jiuzhaigou in der Provinz Sichuan wurde komplett zerstört

Wegen der Stärke der Erdstöße könnte die Zahl der Opfer noch deutlich steigen. Behörden und Experten schätzen, dass mehr als Hundert Menschen in der Region getötet worden sein könnten, die Zahl der Verletzten könnte in die Tausende gehen, berichtete die Katastrophenschutzbehörde. Viele Häuser stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Menschen rannten in Angst auf die Straßen. Telefonleitungen und das mobile Netz waren teilweise unterbrochen. 

China Rettungskräfte suchen nach Verschütteten nach Erdrutsch in Gengdi (Foto: Reuters)

Hunderte Rettungskräfte suchen Verschüttete

Wie groß das genaue Ausmaß der Schäden ist, ist noch unbekannt. Das Epizentrum lag nahe des bei Urlaubern beliebten Naturparks Jiuzhaigou rund 280 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Chengdu in etwa 10 bis 20 Kilometern Tiefe. Die Erschütterungen waren sogar bis ins mehr als 1500 Kilometer entfernte Peking zu spüren. Die nationalen Behörden riefen als Reaktion die höchste Alarmstufe aus.

Erdrutsch nach schweren Regenfällen

Mehr als 600 Feuerwehrleute und Soldaten mit Suchhunden wurden umgehend ins Erdbebengebiet entsandt. Ebenso wurden 200 Zelte und 2000 Decken sowie 1000 Erste-Hilfe-Kästen auf den Weg gebracht, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Rund 100 Touristen wurden durch das Beben bei Ganhaizi in dem Nationalpark eingeschlossen, berichtete der Polizeisprecher der Provinzregierung Chen Weide. Es herrschte erkennbare Verwirrung über die genaue Lage. So war zunächst noch mitgeteilt worden, dass niemand zum Zeitpunkt des Erdbebens im Park gewesen sei. In der Provinz Sichuan hatte sich am Dienstagmorgen nach schweren Regenfällen auch ein Erdrutsch ereignet, bei dem 24 Menschen ums Leben gekommen waren. Vier Menschen wurden verletzt. Eine Person galt noch als vermisst, wie Xinhua berichtete.

pab/kle (afp, dpa)