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Aktuell Amerika

Zahl der Todesopfer bei Brand in Oakland steigt

Es ist die schlimmste Brandkatastrophe in den USA seit 2003. Bei einem Feuer in Oakland kamen mindestens 36 Menschen ums Leben.

Ein Mann legt zum Gedenken an die Todesopfer Blumen nieder (picture-alliance/Photoshot/Xu Yong)

Ein Mann legt zum Gedenken an die Todesopfer Blumen nieder

Nach dem folgenschweren Brand in einem umgebauten Lagerhaus in der Stadt Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Die Zahl der Opfer stieg inzwischen auf 36. Elf Opfer seien bislang identifiziert worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Ermittler rechnen mit weiteren Toten. Vermutet wird, dass sich zwischen 50 und 100 Menschen in dem Gebäude aufhielten.

In dem Künstlerhaus "Geisterschiff" war am Freitagabend (Ortszeit) während einer Techno-Party aus noch unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen. In dem früheren Lagerhaus gab es nach Angaben der Feuerwehr weder Rauchmelder noch Sprinkler. Das Feuer wütete über Stunden. Das Gebäude wurde sehr stark zerstört. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach.

Das brennende Künstlerhaus (Reuters/S .Lee)

Das brennende Künstlerhaus

Große Einsturzgefahr

Die Feuerwehr musste die Bergungsarbeiten mehrmals unterbrechen, weil die Einsturzgefahr zu groß war. Es ist der folgenschwerste Brand in den USA seit 2003, als in einem Nachtklub im Bundesstaat Rhode Island 100 Menschen ums Leben kamen.

Die meisten Toten wurden in der Mitte des Gebäudes gefunden, wie eine Sprecherin der Feuerwehr mitteilte. Die Party soll im zweiten Stock stattgefunden haben, in die nur eine provisorische Treppe aus Paletten führte. Im ersten Stock des Lagerhauses hatten Künstler Ateliers eingerichtet. Im Internet veröffentlichte Bilder zeigten Kunstwerke, Klaviere und zahlreiche Holzobjekte, die im ganzen Haus verteilt waren. Möglicherweise breiteten sich die Flammen deshalb so schnell aus, obwohl die Feuerwehr bereits nach drei Minuten am Unglücksort eintraf.

Party ohne Genehmigung

Schätzungen zufolge lebten und arbeiteten 20 bis 30 Künstler ohne Erlaubnis in dem Haus. Auch die Party habe ohne Genehmigung stattgefunden, erklärten die städtischen Behörden. Unter den Vermissten sind nach Angaben der Polizei offenbar auch ausländische Studenten. Einige Opfer stammen demnach aus Europa und Asien. Nähere Angaben zu den Herkunftsländern machte die Polizei nicht.

wl/Sc (dpa, afp, rtre)