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Aktuell Nahost

Zahl der Opfer im Gazastreifen nimmt zu

Israelis und Palästinenser liefern sich im Gazastreifen heftige Gefechte. Das israelische Militär setzt Kampfpanzer und Artillerie ein. Mittlerweile ist auch ein Soldat bei den Kämpfen umgekommen.

Die am Donnerstagabend gestartete Bodenoffensive der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen hat die Zahl der Opfer nochmals vergrößert. Mittlerweile sind 25 Palästinenser getötet worden, wie die Rettungsbehörden in Gaza mitteilten. Unter den Opfern befindet sich auch ein fünf Monate altes Baby. Erstmals kam auch ein israelischer Soldat bei Kämpfen im Norden des Gazastreifens um. "Wir untersuchen noch die Umstände des Vorfalls", sagte ein Sprecher der Streitkräfte. Zwei weitere Soldaten wurden verletzt.

Das israelische Militär hatte in der Nacht zum Freitag eine Bodenoffensive im Gazastreifen gestartet, sie gilt als Reaktion auf den anhaltenden Raktenbeschuss von dort. Gespräche zu einem Waffenstillstand zwischen der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu und der Hamas waren zuvor gescheitert. Ziel sei es nun, die Infrastruktur der radikalislamischen Hamas zu zerstören, teilte die Armee mit. Dabei geht es um die Tunnel, die die Hamas als Waffenlager und für die Anschläge in Israel nutzt.

Der Küstenstreifen wurde am Freitag auch von Schiffen der Marine unter Beschuss genommen. "Wir setzen auf sehr viel Feuerkraft und Artillerie", sagte ein Armeesprecher. Bei der Operation kommen zudem Kampfpanzer zum Einsatz. Die israelische Regierung hat zudem weitere 18.000 Reservisten einberufen, für die Offensive wurden insgesamt 65.000 Reservisten mobilisiert.

UN-Generalsekretär fordert Schutz von Zivilisten

Der Gazastreifen wurden auch mit Artillerie unter Beschuss genommen, heftiger Schusswechsel mit militanten Palästinensern fand im Bereich von Beit Lahia, im Norden des Küstenstreifens statt. In den Tagen davor hatte die israelische Luftwaffe die Raketenabschussrampen im Gazastreifen gezielt bombardiert. Die Zahl der Toten ist seit Beginn der Offensive nach Angaben der Rettungskräfte auf 260 gestiegen; bei der Bombardierung durch die israelische Luftwaffe wurden bisher 2000 Menschen verletzt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte beide Seiten zum Schutz der Zivilisten auf. Die Hamas müsse sofort den Beschuss Israels mit Raketen stoppen, sagte Ban in New York. "Die Verschärfung der Krise wird die Lasten für die ohnehin schon leidenden Zivilisten auf beiden Seiten noch erhöhen." Auch US-Außenminister John Kerry hat in einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef gefordert, dass die Bodenoffensive sich "zielgerichtet" gegen die Tunnel richten müsse. Der Waffenstillstand von 2012 müsse "so schnell wie möglich" wieder hergestellt werden.

zam/kle (afp, dpa)