1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Amerika

Yes, she can!

Ex-US-Außenministerin Clinton arbeitet schon lange darauf hin, als Präsidentin ins Weiße Haus zu ziehen. Am Sonntag will sie nun laut Medienberichten ihre Bewerbung um die Obama-Nachfolge offiziell bekanntgeben.

In einem Internetvideo und auf dem Onlinedienst Twitter werde Hillary Clinton ihre Ambitionen auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur 2016 verkünden, berichteten die "New York Daily News" und die "Washington Post". Anschließend werde sie in den Bundesstaat Iowa reisen, wo Anfang 2016 die erste Vorwahl stattfindet.

Eine große Rede zum Wahlkampfauftakt ist offenbar nicht geplant. Nach Informationen der "Washington Post" will sich Clinton in Iowa vor allem in kleinen Diskussionsrunden mit Wählern unterhalten. Die Zurückhaltung sei ein bewusster Versuch, aus den Fehlern von Clintons gescheitertem Anlauf auf das Weiße Haus im Jahr 2008 zu lernen. Damals vermittelte die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton den Eindruck, dass ihr als "unvermeidbarer Kandidatin" die Nominierung zustehe - und scheiterte im parteiinternen Vorwahlkampf an Obama.

Clinton gilt als Favoritin

Das Online-Magazin "Politico" berichtete, dass Clinton ihre Kampagne auf die wirtschaftlichen Sorgen der Mittelschicht und ihre Rolle als Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frauen zuschneiden wolle. Neben Iowa werde die wahrscheinliche Präsidentschaftsbewerberin kommende Woche auch den Bundesstaat New Hampshire besuchen, der traditionell ebenfalls eine frühe Vorwahl abhält. "Politico" bezifferte die anvisierten Kosten von Clintons Wahlkampf unter Berufung aus dam Umfeld der Politikerin auf bis zu zwei Milliarden Dollar. Das entspricht 1,86 Milliarden Euro.

Ein junger Mann macht ein Selfie zusammen mit Hillary Clinton. (Foto: Reuters/Jim Young/Files)

In sozialen Netzwerken zuhause: Hillary Clinton

Auf Nachfrage wollten Clintons Sprecher die Berichte nicht kommentieren. Bislang hatte die 67-Jährige stets erklärt, dass sie über eine Kandidatur nachdenke und ihre Entscheidung in den ersten Monaten dieses Jahres verkünden werde. Schon seit einiger Zeit führt die frühere Außenministerin und First Lady eine Art Schattenwahlkampf und tritt regelmäßig bei Veranstaltungen auf. Dass Hillary Clinton 2017 die Nachfolge von Barack Obama antreten will, daran besteht schon seit langem kein Zweifel. Clinton gilt als große Favoritin beim Vorwahlkampf ihrer Partei.

Vergangenen Sommer veröffentlichte sie eine Autobiografie, die viele Beobachter als Bewerbungsschreiben für das Präsidentenamt deuteten. Daneben trommeln politische Interessengruppen wie "Ready for Hillary", die formal unabhängig von der Demokratin sind, für eine Kandidatur Clintons. Zuletzt gab es Berichte, dass die frühere Außenministerin zwei Etagen eines Bürogebäudes im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Wahlkampfzentrale angemietet und eine Google-Managerin als Leiterin ihres Onlinewahlkampfes angeheuert habe.

pab/SC (afp, dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt