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Yang Lian

Der Dichter und Essayist wurde mit seinen Werken in den 1980er Jahren international bekannt. Er steht seit Jahrzehnten im intellektuellen Austausch mit westlichen Autoren, Philosophen und Künstlern.

Yang Lian ist als Sohn eines chinesischen Diplomaten 1955 in Bern geboren und wuchs in Peking auf. Als im Juni 1989 die Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens niedergeschlagen wurde, war er in Australien. Lange konnte er nicht nach China zurückkehren - er hatte sich schon seit Ende der 1970er Jahre für demokratische Ideen, ein neues Denken und vor allem eine neue Sprache engagiert. Seine hermetischen Gedichte fanden sich damals in der Lyrikzeitschrift "Jintian - Today", die er gemeinsam mit anderen avantgardistischen Dichtern im Selbstverlag publizierte. Inzwischen sind Yang Lian und seine ebenfalls schreibende Frau Yo Yo in China bekannte Schriftsteller, Yangs in sieben Bänden gesammelte Werke erschienen 2015. Der Autor lebt nach Jahren in London seit 2012 in Berlin, organisiert aber immer wieder Lesungen, Festivals und einen viel beachteten Wettbewerb für Arbeiterlyrik in China. Seine eindringlichen, oft auf die chinesische, aber auch die westliche Philosophiegeschichte Bezug nehmenden Gedichte und Essays wurden in viele Sprachen übersetzt.