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wildfremd

Yang Guang Yong aus China (23 Jahre)

Yong kommt aus einer armen Familie in der kantonesischen Provinz. Der Vater ist Bauer, die Mutter arbeitet in einer Fabrik. Yong muss früh die Schule abbrechen, um mitzuverdienen.

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Yang Guang Yong

Mit 17 geht er in die Hauptstadt Guangzhou und macht eine Ausbildung zum Koch, zuerst widerwillig, dann mit immer mehr Freude an der Arbeit. Sein Meister ist mit ihm sehr zufrieden. Sein bester Freund ist vor einigen Jahren nach Deutschland gegangen, um am Bodensee in einem China-Restaurant zu arbeiten. Als in der Nachbarstadt Singen ein chinesischer Koch gesucht wird, empfiehlt er Yong. Der sagt freudig zu, für ihn ist die Arbeit in Deutschland vor allem eine Gelegenheit, seine Familie zu unterstützen. Außerdem findet er es spannend, seine geliebte kantonesische Küche einer fremden Kultur näherzubringen. Von dem Land, in das er gehen will, weiß er nichts. Neun Monate muss der Restaurantbesitzer warten, bis er die Genehmigung bekommt, Yong einzustellen. Erst wird überprüft, ob ein kantonesischer Spezialitätenkoch in Deutschland zur Verfügung stehen würde. Mehrere Jahresgehälter kostet es Yong, alle Papiere und sein Arbeitsvisum zu bekommen. Beim Abschiedsessen geben der Meister und die Kollegen gute Ratschläge: Nicht aus Langeweile der Spielsucht zu verfallen. Und das Geld immer brav nach Hause zu schicken. Und die Kollegen bald nachzuholen.