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Wirtschaft

Yahoo trennt sich nicht vom Alibaba-Anteil

Seit Tagen wurde darüber berichtet, nun ist es offiziell: Der Internet-Pionier legt den seit Monaten geplanten Verkauf der Alibaba-Beteiligung aufs Eis. Stattdessen soll das Kerngeschäft abgestoßen werden.

Yahoo wird seinen milliardenschweren Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba vorerst doch nicht verkaufen. Der Internet-Konzern stoppte die seit Monaten vorbereitete Transaktion mit der Ausgliederung der Beteiligung in eine neue Firma. Stattdessen solle geprüft werden, in sie das Kerngeschäft einzubringen, teilte der Internet-Pionier am Mittwoch mit. Über eine solche Entscheidung hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrere Medien berichtet.

Das Unternehmen wollte ursprünglich die Alibaba-Beteiligung veräußern und den Erlös von geschätzten 30 Milliarden Dollar an seine Aktionäre ausschütten. Die auf Druck der Aktionäre angepeilte Abspaltung von Alibaba war zuletzt jedoch ins Stocken geraten, weil die US-Steuerbehörde IRS ablehnte, dem Vorhaben Steuerfreiheit zuzugestehen. Der Finanzinvestor Starboard forderte deshalb Yahoo im vergangenen Monat auf, stattdessen das Internet-Kerngeschäft abzustoßen.

Schweiz USA World Economic Forum 2014 Marissa Mayer von Yahoo

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Glücklose Chefin

Yahoo ist gegenüber den Konkurrenten Google und Facebook weit ins Hintertreffen geraten. Konzernchefin Marissa Mayer versucht schon seit drei Jahren, das Internet-Kerngeschäft in Schwung zu bringen - bisher schwächeln die wichtigen Werbeerlöse aber weiterhin. Zusammen mit dem Anteil an Yahoo Japan wären die Beteiligungen sogar teurer als ganz Yahoo - das heißt, die Investoren sehen im Kerngeschäft des Internet-Dinos gar keinen Wert mehr.

Dennoch zeigt der führende US-Mobilfunkanbieter Verizon Interesse. Verizon werde sich die Internetsparte genauer ansehen, wenn diese strategisch zum Geschäft passe und die Aktionäre Vorteile hätten, sagte Verizon-Finanzchef Fran Shammo am Montag.

zdh/wen (dpa,rtr)