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Politik

Wyoming geht klar an Obama

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Barack Obama bei der Vorwahl im Bundesstaat Wyoming einen zumindest symbolisch wichtigen Sieg eingefahren.

Der Charismatiker bleibt vorn

Der Charismatiker bleibt vorn

Barack Obama hat die Wählerversammlungen in Wyoming gewonnen und ist seinem Ziel der Präsidentschaftskandidatur für die Demokraten damit ein Stück näher gekommen. Der Senator aus Illinois gewann am Samstag (8.3.2008) bei den Versammlungen der Parteimitglieder und Sympathisanten 61 Prozent der Stimmen. Auf seine Rivalin Hillary Clinton entfielen 38 Prozent.

In dem dünn besiedelten US-Staat im mittleren Nordwesten der USA waren zwölf Delegierte für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August zu bestimmen. Obama sicherte sich sieben, Clinton fünf Delegierte. Wichtiger als dieses Ergebnis ist jedoch das neuerliche Signal für die öffentliche Meinung.

"Wusste gar nicht, dass es so viele gibt"

Wyoming ist so groß wie die alte Bundesrepublik, hat aber nur eine halbe Million Einwohner und damit die geringste Bevölkerungszahl aller 50 Bundesstaaten. Die Parteimitglieder der Demokraten stimmten in 23 Wahlversammlungen, den so genannten "Caucuses", über ihren künftigen Präsidentschaftskandidaten ab. US-Medien meldeten eine Rekordbeteiligung, die Versammlung in der Hauptstadt Casper musste wegen des großen Andrangs sogar mit zweistündiger Verspätung beginnen. "Ich wusste gar nicht, dass es im ganzen Staat überhaupt so viele Demokraten gibt" sagte der Parteifunktionär Dick Sadler mit Blick auf die traditionell republikanische Bevölkerung in Wyoming.

"Doppelt so viel gewonnen"

Obama schloss im örtlichen Regionalprogramm des Fernsehsenders CBS eine Kandidatur als Vizepräsident unter Clinton aus. "Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten", sagte Obama. "Wir haben doppelt so viele Staaten wie Senatorin Clinton gewonnen und haben mehr Wählerstimmen bekommen. Ich denke, wir können unseren Vorsprung halten."

Doch zusammen? Obama und Clinton vor ihrem letzten TV-Duell

Doch zusammen? Obama und Clinton vor ihrem letzten TV-Duell

Clinton hatte angesichts des knappen Rennens am Mittwoch erstmals eine Zusammenarbeit mit Obama an der Staatsspitze ins Gespräch gebracht. Auf die Frage nach einer möglichen Aufteilung der Posten des Präsidenten und Vize-Präsidenten zwischen dem Senator aus Illinois und ihr hatte sie gesagt: "Das könnte die Richtung sein, in die wir uns bewegen." Allerdings hatte sie klargestellt, dass sie an der Spitze eines solchen gemeinsamen "Tickets" stehen sollte.

Obama vorn

Laut der Internetseite RealClearPolitics hat Obama derzeit 1581 Delegiertenstimmen sicher. Clinton, die mit Vorwahl-Siegen in Ohio und Texas zuletzt ein Comeback gefeiert hatte, kommt auf 1460 Delegierte. Sollte das Rennen weiter knapp bleiben, ist eine Kampfkandidatur auf dem Parteikongress der Demokraten im August in Denver wahrscheinlich. Dabei könnten dann die Stimmen der so genannten "Super-Delegierten", die wegen ihrer Parteiämter ein Stimmrecht besitzen, ausschlaggebend sein. Die nächsten Vorwahlen in einem großen Bundesstaat finden am 22. April in Pennsylvania statt. Bereits am kommenden Dienstag kämpfen Clinton und Obama in Mississippi um 33 Delegiertenstimmen. (sams)

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