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Aktuelles

Wuppertal: Proteste von Islamisten und Pegida haben begonnen

In Wuppertal haben die mit Spannung erwarteten Demonstrationen von Salafisten und der ausländerfeindlichen Pegida begonnen. Auch Gegner dieser Gruppen wollen auf die Straße gehen.

Mehrere teilweise feindlich gesinnte Gruppierungen demonstrieren zur Zeit in Wuppertal. Auf einem Platz in der Innenstadt protestierten nach Polizeiangaben rund 40 Anhänger aus dem salafistischen Umfeld für "Solidarität mit muslimischen Gefangenen weltweit". Zeitgleich seien 450 Anhänger der islamkritischen und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung durch die Stadt gezogen. Auch Pegida-Gründer Lutz Bachmann aus Dresden war dabei.

Auch einige gewaltbereite Hooligans sind vor Ort

Die Polizei trennte die beiden Gruppen mit einem Großaufgebot. Mehr als 1.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, darunter auch Einheiten aus anderen Bundesländern. Auch einige wenige gewaltbereite Hooligans kamen nach Wuppertal. Mehrere Bündnisse hatten zudem zu Gegendemonstrationen gegen Rechts aufgerufen. Das Wuppertaler Bündnis gegen Nazis zählte etwa 650 Teilnehmer an Protestkundgebungen.

Erstmals fanden zeitgleich und an einem Ort eine Salafisten-Demo und ein Aufmarsch der Pegida-Bewegung statt. Die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher hatte im Vorfeld betont, das Versammlungsrecht aller Teilnehmer sicherstellen zu wollen, aber konsequent gegen "Straftäter und Chaoten" vorzugehen. Man sei sich der besonderen Brisanz dieser Situation bewusst.

"Diverse Feindbilder"

Hogesa-Demonstration im Oktober in Köln (Foto: dpa)

Hogesa-Demonstration im Oktober in Köln

In Wuppertal hatten Salafisten bundesweit für Aufsehen gesorgt, als sie vor einem halben Jahr als "Scharia-Polizei" auftraten. In Westen mit dem Aufdruck "Shariah Police" sprachen sie insbesondere zur Nachtzeit junge Menschen an und versuchten sie anzuwerben. Medienberichten zufolge luden sie Passanten etwa zu Predigten ein und wiesen darauf hin, dass Alkohol, Glücksspiel und Konzerte nach islamischem Recht nicht erlaubt seien. In der Folge mussten auch Rechtsextreme, die in einheitlichen T-Shirts auf Patrouille gingen, von der Wuppertaler Polizei gestoppt werden.

Bei einer Hogesa-Kundgebung in Köln war es Ende Oktober vergangenen Jahres zu schweren Krawallen gekommen. Die Polizei war ebenso wie die Öffentlichkeit von der Größe der Demonstration mit bis zu 5000 Teilnehmern überrascht worden. Salafisten haben sich in der Vergangenheit in Solingen und Bonn Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

sti/jj (dpa, epd, kna)

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