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Wirtschaft

Woolworth Deutschland meldet Insolvenz an

Billig, aber trotzdem pleite: Die deutsche Kaufhaus-Kette "Woolworth" hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind rund 11.000 Mitarbeiter in den 323 Filialen des Unternehmens in Deutschland und Österreich.

Woolworth-Filiale in Duisburg (Foto: AP)

Die Filiale der Warenhauskette Woolworth in Duisburg

Weder der neue Chef noch das Engagement eines britischen Investors hat es richten können: Ein Sprecher des Amtsgerichts in Frankfurt am Main bestätigte, dass der Insolvenzantrag eingegangen sei. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ottmar Hermann ernannt, der auch das Mandat für den insolventen Autozulieferer Karmann übernommen hat.

Neuer Vorstand warf schnell das Handtuch

Der erst Anfang März zum Vorstandschef berufene ehemalige Lidl-Manager Stefan Rohrer hatte bereits nach wenigen Wochen wieder das Handtuch bei Woolworth geworfen. Und auch die Sanierungsbemühungen des britischen Finanzinvestors Argyll Partners haben nicht zum Erfolg geführt.

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 hatte Woolworth in Deutschland einen Umsatz von rund 900 Millionen Euro angepeilt. Aktuellere Zahlen wurden nicht mehr vorgelegt. Aber noch im November hatte sich das Unternehmen auf Wachstumskurs gesehen.

1879 in den USA gegründet

Die Geschichte des Kaufhauses Woolworth reicht zurück bis ins Jahr 1879: Der US-Unternehmer Frank Woolworth hatte die Idee, unterschiedlichste Waren auf einem Verkaufstisch auszustellen und zum Einheitspreis von fünf Cent zu verkaufen. 1926 wurde die deutsche Tochtergesellschaft gegründet. Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts machte die wachsende Konkurrenz anderer Kaufhausketten und Billiganbieter das Geschäft für Woolworth immer schwieriger. In den USA verlegte sich das Unternehmen zuletzt auf den Handel mit Sportartikeln. (ml/mag/rtr/ap)

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