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Kultur

Woodstock-Legende Richie Havens tot

Der US-Folksänger Richie Havens ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Berühmt wurde er durch seinen Aufttritt beim Rockfestival in Woodstock 1969.

Havens sei in seinem Haus in Jersey City an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben, teilte seine Künstleragentur mit. Der gebürtige New Yorker sang bereits im Alter von 14 Jahren in verschiedenen Gospel-Gruppen. In den frühen 1960er Jahren gehörte Havens zur Folk-Szene im New Yorker Viertel Greenwich Village, die auch andere berühmte Künstler wie Bob Dylan und Joan Baez hervorbrachte. Als Schwarzer war Havens in dem von Weißen dominierten Genre des Folk eine Ausnahme.

Drei-Stunden-Auftritt in Woodstock

Schlagartig berühmt wurde der Gitarrist und Sänger durch seinen Auftritt mit dem er 1969 das legendäre Festival von Woodstock eröffnete. Havens spielte vor einem begeisterten Publikum fast drei Stunden, da die Veranstalter ihn gebeten hatten, die Zeit bis zum Eintreffen der anderen Musiker zu überbrücken. Havens spielte dabei auch eine Version des Spirituals "Motherless Child", in das er immer wieder das Wort "Freedom" einfügte. Der Song wurde ein internationaler Hit. Erfolge feierte Havens auch durch Interpretationen von Liedern der Beatles und von Bob Dylan. Zudem arbeitete er häufig mit anderen Popmusikern zusammen, so mit Peter Gabriel and Steve Hackett.

Im Laufe seiner rund 40-jährigen Karriere veröffentlichte Havens mehr als 30 Alben und spielte auf Tourneen und großen Rockfestivals wie etwa auf der britischen Isle of Wright. 1993 trat der Musiker bei der Amtseinführung von US-Präsident Bill Clinton auf. Havens engagierte sich auch für den Umweltschutz. Die von ihm gegründete Organisation "Natural Guard" bemüht sich vor allem, Jugendliche für den Umweltschutz zu gewinnen.

wl/qu (rtre, afpe)