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Fußball

Wolfsburg will Gent nicht unterschätzen

Der VfL Wolfsburg reist als Favorit zum Achtelfinal-Hinspiel nach Gent. Nach einem durchwachsenen Rückrundenstart in der Liga soll der Champions-League-Auftritt Kraft für die kommenden Wochen geben.

Die Wochen der Wahrheit sollen für den VfL Wolfsburg mit einem großen Schritt Richtung Champions-League-Viertelfinale beginnen. Im Duell mit dem belgischen Meister KAA Gent sind die "Wölfe" klarer Favorit. Doch Trainer Dieter Hecking warnt vor dem Hinspiel am Mittwoch in Ostflandern eindringlich davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Die Leute, die sagen, Gent sei ein leichtes Los, die sind nicht gut informiert. Das kleine Belgien ist Weltranglistenerster, im Fußball also längst nicht mehr so klein. Wir brauchen zwei sehr gute Tage, um ins Viertelfinale zu kommen", sagte der Coach.

Und weil eben das Nachbarland die Weltrangliste, in der die Ergebnisse der offiziellen Länderspiele auch der letzten 48 Monate berücksichtigt werden, vor Argentinien, Spanien und Deutschland anführt, betonte Sportchef Klaus Allofs: "Da muss man keine kleine Mannschaft erwarten. Die spielen guten Fußball." Zu Überheblichkeit haben die VfL-Profis ohnehin keinen Grund, findet nicht nur Hecking. Süffisant merkte Allofs an: "Unsere Spieler haben sich in den letzten Wochen selbst keinen Grund gegeben, irgendjemanden zu unterschätzen. Das ist ein Problem, das wir vernachlässigen können."

Die Ghelamco Arena in Gent (Foto: picture-alliance)

Der Ort des Hinspiels: die Ghelamco Arena in Gent

Um in der 20.000 Zuschauer fassenden Ghelamco Arena bestehen zu können, müssen die Wolfsburger auf einiges gefasst sein. Denn die Koninklijke Atletiek Associatie aus Gent gilt zwar als größter Außenseiter im Achtelfinale der Champions League, ist aber in der Königsklasse vor eigenem Publikum noch ungeschlagen und ließ in der Gruppenphase den FC Valencia und Olympique Lyon hinter sich. Zudem brachte Gent in der heimischen Arena dem souveränen Gruppensieger Zenit St. Petersburg die einzige Niederlage in der Gruppenphase bei.

Selbstvertrauen tanken

Ein positiver Ausgang der Partie in Belgien könnte dem VfL auch Kraft für die kommenden drei Wochen geben, in denen in der Bundesliga enorm wichtige Begegnungen auf dem Programm stehen. Da sind die Duelle gegen Hertha BSC, Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Dazwischen kommt es noch zum wichtigen Niedersachsenderby bei Hannover 96, ehe schließlich Gent zum Rückspiel in der Wolfsburger Arena gastiert.

Nach diesen Spielen dürfte schon deutlich klarer zu sehen sein, welche Saisonziele für den VfL noch erreichbar sind. Vom ersten Einzug ins Viertelfinale der Champions League und der Rückkehr in die Spitzengruppe der Bundesliga bis zu einem Aus in der Königsklasse und noch mehr Abstand zu den vorderen Tabellenplätze ist alles möglich.

"Das Programm hat es schon in sich. Aber ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass wir genau für solche Wochen das ganze Jahr lang arbeiten und die nächsten Spiele auch genießen wollen", sagte Hecking: "Solche Herausforderungen machen den Sport aus."

Ausfälle kompensieren

Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio (3.v.l.) wird umringt von Naldo, Maximilan Arnold, Dante und Max Kruse (l.-r.) (Foto: Reuters)

In der Champions-League-Partie gegen den PSV Eindhoven noch gefeiert, jetzt verletzt: Keeper Diego Benaglio (3.v.l.)

Erst einmal muss Hecking aber seine Defensive gegen Gent umbauen. Abwehrspieler Naldo ist gesperrt, für ihn wird sein zuletzt nur sporadisch eingesetzter brasilianischer Landsmann Dante zusammen mit Robin Knoche die Innenverteidigung bilden. Zudem wird der Belgier Koen Casteels den angeschlagenen Stammkeeper Diego Benaglio ersetzen und sein erstes Spiel in der Königsklasse absolvieren.

"Uns als Mannschaft gibt es ein gutes Gefühl, dass wir eine sehr, sehr gute Nummer zwei haben, die jetzt im Rampenlicht steht", sagte Hecking: "Ich wünsche ihm, dass ein richtig gutes Spiel macht. Damit er auch in Richtung belgische Nationalmannschaft ein Ausrufezeichen setzen kann."

Die Partie beginnt am Mittwoch um 20.45 Uhr MEZ. Im DW-Liveticker können Sie das Geschehen im Stadion von Gent mitverfolgen. Los geht es rund 15 Minuten vor Anpfiff.

ck/og (sid/dpa)

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