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Fußball

Wolfsburg weiter, Mönchengladbach raus

Es ist der größte Erfolg der Klubgeschichte: Erstmals steht der VfL im Achtelfinale der Champions League. Für die Borussia ist der Abend doppelt bitter - verloren und nicht mal für die Europa League qualifziert.

"Wir spielen auf Sieg" hatte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking vor der Partie angekündigt. Und sein Team hielt sich an die Vorgabe. Mit 3:2 (2:1) setzte sich der derzeitige Bundesliga-Fünfte gegen Manchester United aus England durch. Damit ist der VfL nach dem sechsten und damit letzten Gruppenspiel mit 12 Punkten Erster im Lostopf B vor PSV Eindhoven (10), Manchester United (8) - das jetzt als Dritter in der Europa League spielen darf - und ZSKA Moskau (4).

Nach zehn Minuten gingen zunächst aber die Gäste in Führung. Anthony Martial lief nach einem Pass in die Gasse auf und davon und blieb in der linken Strafraumhälfte frei vor Diego Benaglio ganz cool (10. Minute). Die prompte Antwort folgte nur vier Minuten später durch Naldo. Er schoss den Ball volley rein - das 1:1 (14.). Für den Brasilianer war es das erste Champions-League-Tor im Trikot des VfL Wolfsburgs.

Schweinsteiger enttäuscht erneut

Dass die Wölfe königsklassenreif sind, bewiesen sie beim zweiten Tor. Julian Draxler ließ Nationalmannschaftskollege Bastian Schweinsteiger mit einer Körpertäuschung aussteigen und hatte nach feinem Doppelpass mit Kruse noch die Übersicht, am Fünfmeterraum für Vieirinha querzulegen. Der Portugiese vollendete zur Führung (29.) -

und freute sich nach dem Spiel im DW-Interview über sein schönes Tor.

Schweinsteiger fiel des Öfteren auf - aber nicht unbedingt positiv. In der 39. Minute ermöglichte Schweinsteiger nach einem Missverständnis mit Memphis Dapay eine tolle Tormöglichkeit für den Gastgeber, aber Draxler schlug einen Haken zu viel. Kurz vor der Halbzeit jubelten ManUnited bereits über den Ausgleich, nachdem ein Ball von Jesse Lingard lang und länger wurde und im Tor landete. Doch die Wölfe reklamierten und nach Rücksprache mit dem Assistenten nahm Schiedsrichter Milorad Mazic das Tor zurück. Mata stand im Sichtfeld von Torwart Benaglio und machte auch eine Bewegung mit dem Oberkörper.

Doppelpack Naldo

Für bemerkenswerte Szenen sorgte Uniteds Torwart David de Gea. Die kurioseste in der 64. Minute, als der Keeper nach Dantes langem Ball viel zu früh und zu weit aus dem Sechzehner angerannt kam. André Schürrle versuchte es mit einem Lupfer, der auch gepasst hätte. Doch der Spanier verhinderte im Rückwärtslaufen spektakulär mit einer Hand ein weiteres Gegentor.

Es blieb spannend. Denn Josuha Guilavogui sorgte mit einem Eigentor für den Ausgleich. Doch wieder Naldo, der übrigens auf der Verteidigerposition spielt, aber wegen seiner Größe bei Standardsituationen oft im Strafraum zu finden ist, drehte erneut die Partei - das 3:2. Diesmal köpfte Naldo den Ball rein.

Auch Mönchengladbach zunächst in Rückstand

Fußball Championsleague - Manchester City vs Borussia Mönchengladbach

Da jubelt die Borussia noch: Raffael (2.v.r.) dreht ab

Ebenso wie der VfL geriet auch Borussia Mönchengladbach bei der 2:4 (2:1)-Niederlage bei Manchester City zunächst in Rückstand - durch ein sehenswertes Tor: Raheem Sterling bereitete den Ball für David Silva mit der Hacke vor. Aus spitzem Winkel dribbelte Silva von links auf Sommer zu und drosch den Ball ins Tor (16. Minute). Und auch hier fiel der Ausgleich nur wenige Minuten später.

Einen Querpass verlängerte Lars Stindl im Strafraum auf den durchgestarteten Julian Korb, der von rechts flach ins lange Eck trifft (19.). Nach dem überraschenden 3:1-Erfolg der Borussia am Wochenende in der Bundesliga gegen Bayern München litten die "Fohlen" ja auch nicht an Selbstvertrauen. Raffael war es dann, der die Partie zunächst zugunsten von Mönchengladbach drehte. Nach Ping-Pong-Spiel schob der Brasilianer den Ball aus kurzer Entfernung ins Netz (42.).

Sterling. Immer wieder Sterling

Aber was war dann in der zweiten Halbzeit los? Die Ballverluste häuften sich, die Citizens machten das Spiel. Und das rächte sich. Erste sorgte Sterling für den Ausgleich (79.), dann für die Führung (81.). Wilfried Bony erhöhte sogar noch auf 4:2 (85.) - ein bitterer Abend für die Mönchengladbacher. Denn zeitgleich gewann der bis dahin letzte der Gruppe B, der FC Sevilla mit 1:0 (0:0) gegen Juventus Turin. Damit ist die Borussia Letzter mit 5 Zählern, hinter Manchester City (12), Juventus Turin (11) und Sevilla (6) und qualifiziert sich damit nicht mal für die Europa League - das Aus auf der internationalen Bühne.

Noch nicht genug? Hier können Sie noch mal alle Tore und strittigen Szenen in unserem Liveticker nachverfolgen.

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