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Fußball

Wolfsburg siegt im Abstiegsgipfel

Borussia Mönchengladbach taumelt weiter der 2. Liga entgegen. Im Abstiegsduell mit dem VfL Wolfsburg unterlag der Tabellen-Letzte mit 1:2. Im Topduell des 24. Spieltages reist Spitzenreiter Dortmund zu Bayern München.

Der Wolfsburger Spieler Diego bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach. (Foto: Peter Steffen dpa/lni)

Matchwinner Diego

Vier Elfmeter in Folge haben sie vergeben, die Wolfsburger. Doch Tore können sie auch anders schießen: Mit 2:1 (2:0) setzte sich der krisengeschüttelte VfL im Heimspiel gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach durch. Mann des Spiels war der Wolfsburger Brasilianer Diego, der einen Doppelpack erzielte (35./45.), nachdem er zuvor einen Strafstoß verschossen hatte. Damit bescherte Diego seinem Trainer Pierre Littbarski den ersten Sieg seit dessen Amtsübernahme. Zuvor hatte Littbarski mit Wolfsburg zwei Spiele verloren. "Ich möchte ich mich bei meinen Mitspielern bedanken, die immer an mich geglaubt haben, auch nach dem vergebenen Elfer", sagte Diego. "Wir haben als Mannschaft überzeugt. Das ist auch ein Verdienst von Pierre Littbarski, der einen guten Job macht. Er hat uns das Selbstvertrauen wieder zurückgegeben." VfL-Manager Dieter Hoeneß ergänzte: "Ich bin einfach nur erleichtert."

Wolfsburg sicherte sich den sechsten Saisonsieg und kletterte vorübergehend auf Platz 13, Mönchengladbach hat nun schon 15 Niederlagen und 59 Gegentore auf dem Konto. Filip Daems sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 74. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer und einige spannende Schlussminuten. "Am Ende war Wolfsburg noch am Schwimmen. Schade, dass kein Punkt rausgesprungen ist", erklärte der Mönchengladbacher Tobias Levels und blieb optimistisch: "Die Situation ist schwierig, aber immer noch machbar." Trainer Lucien Favre gab zu: "Wolfsburg war besser, der Sieg war klar verdient."

Dortmund vor Meisterprüfung in München

Dordmunds Kevin Grosskreutz (l.) und Dortmunds Lucas Barrios jubeln über ein Tor. (Foto: dapd)

Stört der FC Bayern den Dortmunder Dauer-Jubel?

Macht der Titelverteidiger die Meisterschaft noch einmal spannend? Bayern München könnte im Schlagerspiel gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund den Rückstand auf zehn Punkte verkürzen. Vieles spricht dafür, denn der Meister gewann seine letzten sieben Heimspiele und hat seit fast 20 Jahren zu Hause nicht mehr gegen den BVB verloren. Doch von Nervosität scheint der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp weit entfernt: "Das ist ein wahnsinnig reizvolles Spiel, was sollen wir da groß drumrum reden. Das ist der erfolgreichste Verein – gefühlt – der letzten hundert Jahre, gegen die Mannschaft, die die meisten Punkte hat."

Der FC St. Pauli will mit einem Heimerfolg über Hannover 96 den Abstand zu den Abstiegrängen weiter vergrößern. Leicht wird das allerdings nicht, denn in Hannover herrscht Euphorie. Mit 13 Siegen haben die 96er ihren Vereinsrekord aus der Saison 1966/67 eingestellt, die 40-Punkte-Schallmauer durchbrochen und rangieren unerwartet auf Platz vier.

Karnevalsverein beim Fußballprojekt

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel steht am Spielfeldrand. (Foto: dapd)

Bringt Trainer Tuchel seine Mainzer wieder auf Kurs?

Mainz 05, der Aufsteiger der letzten Saison, muss bei 1899 Hoffenheim antreten. Die Vorzeichen für die Mainzer stehen nicht gut, denn sie gewannen nur eine ihrer letzten sechs Aufgaben und verloren die letzten beiden Partien mit insgesamt sieben Gegentreffern. Mit nur vier Zählern und fünf Toren belegt der FSV in der Rückrundentabelle lediglich Platz 15. Doch der Mainzer Trainer Thomas Tuchel lässt sich mit Blick auf die vergangene Spielzeit nicht beirren und betont, man habe zuletzt die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. "Und in dieser Saison, in dem absolut verteufelt schweren zweiten Jahr, in dem der Abstieg schon besiegelt war, bevor wir begonnen hatten, sind wir auf dem Weg, das letzte Jahr zu toppen", sagt Tuchel etwas trotzig.

In Köln kommt es für die Freiburger zu einem Wiedersehen mit ihrem langjährigen Trainer Volker Finke. Der ist jetzt neuer Sportdirektor beim FC und so ist klar, dass sich der jetzige Coach des SC Freiburg, Robin Dutt, dahingehenden Fragen nicht entziehen kann. Doch der nimmt es gelassen: "Wir werden jetzt nicht die taktischen Laufwege von Volker Finke an die Videowand projizieren, sondern die taktischen Laufwege von Podolski und Noveski … und deswegen ändert sich für uns in der sportlichen Vorbereitung nichts, außer dass der Trainer natürlich zu nicht sportlichen Dingen etwas mehr Antworten geben muss." Wobei Robin Dutt allerdings wohl Novakovic vom 1. FC Köln gemeint haben dürfte, denn Noveski stürmt nun mal für Mainz 05.

Rote Teufel erwarten Liga-Dino

Hamburgs Trainer Armin Veh schreit an der Seitenlinie. (Foto: dapd)

Wie lange bestimmt Trainer Veh beim HSV noch den Weg?

Als Tabellen-16. ist der 1. FC Kaiserslautern gegen den Hamburger SV zum Siegen verdammt. Möglicherweise aber spielt den Pfälzern das Hin und Her um HSV-Trainer Armin Veh in die Hände. Dem scheinen die ganzen Gerüchte um seine Zukunft in der Hansestadt schon ein wenig auf die Nerven zu gehen: "Es ist nicht so, dass es endgültig ist, dass ich sage: Ich bin nächstes Jahr nicht mehr da", faucht Veh.

In Gelsenkirchen erwartet Schalke 04 den 1. FC Nürnberg zum Duell der Traditionsvereine. Ungewohnt ist, dass die Franken in der Tabelle diesmal sechs Punkte besser da stehen als die Königsblauen. Dennoch wird auf den Rängen eine recht harmonische Stimmung herrschen, denn die Anhänger beider Lager vereint eine Jahrzehnte lange Fanfreundschaft.

Zum Abschluss des Spieltags braucht der VfB Stuttgart in der Partie bei Eintracht Frankfurt jeden Zähler gegen den Abstieg, und der Tabellen-Zweite Bayer Leverkusen muss zu dem seit fünf Spielen sieglosen Team von Werder Bremen.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Olivia Fritz

Hinweis: DW-Radio berichtet am Samstag (26.02.2011) live vom 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga ab 16.05 Uhr MEZ. Außerdem im Programm: Die 2. Halbzeit des Spiels zwischen Bayern München und Borussia Dortmund live ab 19.30 Uhr MEZ.