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Pressemitteilungen

Wolfgang Gerke: Deutsche Börse muss "einfach mal ein unfreundliches Übernahmeangebot" für LSE machen

Finanzwissenschaftler der Universität Erlangen im Interview von DW-TV

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Befürwortet eine Übernahme von LSE durch die Deutsche Börse: Wolfgang Gerke


Angesichts der seit langem laufenden Übernahmeverhandlungen zwischen Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) "muss man der Deutschen Börse empfehlen, einfach mal ein unfreundliches Übernahmeangebot zu machen". Das sagte Wolfgang Gerke, Finanzwissenschaftler an der Universität Erlangen, im Interview von DW-TV. LSE ziere sich absichtlich, "denn sie möchte sich so teuer wie möglich verkaufen und einbringen". Die Prämie, die heute für die Londoner Börse geboten werde, sei "schon extrem hoch. Und was weiterhin versucht wird, so viel wie möglich von Frankfurt nach London zu ziehen, da ist allmählich die Schmerzgrenze erreicht."


Gerke, selbst Mitglied im Börsenrat, befürwortet eine Übernahme, da "eine paneuropäische Plattform letzten Endes gegenüber den Konkurrenten die Gewinnersituation" sei. Allerdings dürfe Frankfurt dabei nicht der Verlierer werden: "Die großen Bedenken, die ich habe, sind, dass in dem Wettkampf der große Gewinner hinterher London sein wird. London hat die Zeichen der Zeit ein bisschen verschlafen, es hat wesentlich schlechtere Verdienste als Frankfurt und wird jetzt hier dramatisch aufgewertet", so Gerke im deutschen Auslandsfernsehen.

22. Februar 2005
56/05

  • Datum 22.02.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/6HOf
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