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Sport

Wohin geht der deutsche Sport 2010?

Olympische Winterspiele in Vancouver, Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika und die Eishockey-WM in Deutschland - 2010 ist reich an Höhepunkten sowie Erwartungen an die deutschen Sportler.

Die nordischen Wettkampstätten in Vancouver.

In Vancouver will das deutsche Team seine Spitzenposition halten

Der Vize-Präsident des DOSB, Eberhard Gienger (AP Photo)

Eberhard Gienger schaut vorsichtig in die Zukunft

Die Bürde ist schwer: Bei den olympischen Spielen 2006 in Turin konnte die deutsche Mannschaft die inoffizielle Nationenwertung gewinnen. Nun gilt es diese Position im Medaillenspiegel ab dem 12. Februar bei den Winterspielen im kanadischen Vancouver zu verteidigen. Das wird schwer, glaubt Eberhard Gienger, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Die internationale Spitze ist näher zusammengerückt und die Ansprüche auch bei anderen Nationen hoch. Zum Beispiel die Kanadier. Sie haben bei diesen Spielen das Motto: Own the podium, wir wollen das Podium für uns. Das zeigt, mit wie viel Ehrgeiz sich da vorbereitet wird.“

Elf Gold-, zwölf Silber- und sechs Bronzemedaillen konnten die deutschen Athleten und Athletinnen in Turin sammeln und so die USA und Österreich im Medaillenspiegel auf Platz zwei und drei hinter sich lassen. In Vancouver schaut der 58-jährige Gienger auch gespannt auf die alpinen Wettbewerbe. "Da würde ich mich besonders freuen, wenn wir wieder mal Athleten ganz oben sehen würden, zum Beispiel Maria Riesch.“

Die Wände helfen mit

Das Logo der Fußball-WM 2010.

In Südafrika sind die Fußballer gefordert

Bis zum 28. Februar dauern die Winterspiele in Vancouver. Von der Abschlusszeremonie an sind es nur noch etwas über zwei Monate, bis Anfang Mai die Eishockey WM in Deutschland angepfiffen wird. Das Eröffnungsspiel des deutschen Teams gegen die USA soll für einen Weltrekord sorgen: 76.000 Zuschauer werden in der Arena auf Schalke erwartet. Es wäre größte Besuchermenge, die jemals live bei einem Eishockeyspiel dabei gewesen ist. Sportlich stehen die Chancen der Deutschen auf eine Medaille nicht unbedingt gut, auch wenn Gienger auf den Heimvorteil hinweist:"„Die Russen haben so ein wunderbares Stichwort das heißt ´die Wände helfen mit´. Wenn man zuhause spielt, können einen die Zuschauer zu Leistungen treiben, die man sich selber niemals zugetraut hätte.“

Im Juni folgt dann die Fußball-WM in Südafrika, bei der die Elf von Trainer Joachim Löw zeigen muss, ob sie auch diesmal "den Nimbus einer Turniermannschaft" bestätigen kann, so Gienger.

Viel Arbeit für München 2018

Das Logo der Winterspiele in München 2018.

Gibt es 2018 Winterspiele in München?

Ein Projekt wird den DOSB im nächsten Jahr beschäftigen, das allerdings erst in ferner Zukunft stattfindet: Die olympischen Spiele 2018. München ist zusammen mit Garmisch-Partenkirchen offizielle Bewerberstadt für die Winterspiele und die Paralympics. Für den Verband bedeutet das viel Arbeit, um die Bewerbung zum Erfolg zu führen. Arbeit die sich aber auf jeden Fall lohnt, meint Gienger: "Ich würde mich wahnsinnig freuen, nach 1972 die Winterspiele wieder in München zu beherbergen. Ich drücke uns fest die Daumen, das es klappt.“

Autor: Felix Hoffmann
Redaktion: Wolfgang van Kann

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