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Reise

Wo war die Mauer?

Von der Stasi-Opfer-Gedenkstätte bis zum Museum am Checkpoint Charlie: an vielen Orten in Berlin können Besucher die Erinnerung an den Mauerfall vor 20 Jahren wachrufen.

Passanten laufen an einen Rest der Mauer in Berlin entlang (Foto: dpa)

Ein bemaltes Stück der Mauer

Blick entlang der East Side Gallery in Berlin, im Hintergrund ein Ausflugsdampfer auf der Spree (Foto: dpa)

Blick entlang der 'East Side Gallery'

Deutschland freut sich über den Mauerfall - und viele fragen sich: Wo war die Mauer eigentlich? Der Berliner Mauerweg gibt die Antwort: 160 Kilometer ist er lang und kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin. Historisch interessante Abschnitte, in denen sich noch Mauerreste oder Mauerspuren auffinden lassen, wechseln mit landschaftlich reizvollen Strecken. An mehr als 40 Stationen schildern Fotografien und mehrsprachige Texte Ereignisse, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben und informieren über die deutsche Teilung sowie den Bau und den Fall der Berliner Mauer.

Mauertour mit GPS

Als erste GPS-gesteuerte Führung entlang der Mauer erleichtert der Discovery Tours MauerGuide die Spurensuche. Anhand von fünf bedeutenden Stationen des Mauerverlaufs, mit insgesamt 22 Gedenkorten und 105 Kommentaren dokumentiert der MauerGuide auf Deutsch und Englisch und mit authentischen Bild- und Tondokumenten das Schicksal der geteilten Stadt. Die Guides können derzeit am Ausgabekiosk Checkpoint Charlie Friedrichstraße Ecke Zimmerstraße sowie in der Gedenkstätte Bernauer Straße ausgeliehen werden.

Museum Haus am Checkpoint Charlie

Archivbild von 1962: ein Soldat der Nationalen Volksarmee beaufsichtigt einen Bauarbeiter bei der Reparatur der Berliner Mauer (Foto: AP)

Reparaturen an der Bernauer Straße (1962)

Seit 1963, zwei Jahre nach dem Mauerbau, informiert das Haus am Checkpoint Charlie direkt vor der damaligen Grenze über die deutsche Teilung und war doch immer mehr als ein Museum: Hier konnten Fluchthelfer durch ein kleines Fenster alle Bewegungen am Grenzübergang beobachten, Geflüchtete waren stets willkommen und wurden unterstützt. Heute sind hier Dokumentationen zur Mauer sowie zu verschiedenen Fluchtversuchen und Fluchtobjekte unterschiedlichster Art ausgestellt.

DDR Museum Berlin

Das DDR Museum zeigt den Alltag eines vergangenen Staates zum Anfassen, das Leben im Sozialismus. Besucher können in unterschiedlichen Themenbereichen ihr Wissen erweitern, Klischees überdenken und Geschichte hautnah erleben. Die Exponate des Museums werden nicht nur klassisch in Vitrinen ausgestellt, sondern warten förmlich darauf, angefasst und erlebt zu werden.

Gedenkstätte Hohenschönhausen

Der Leiter der Gedenkstätte, Hubertus Knabe (rechts) zeigt Kanzlerin Angela Merkel die heutige Gedenkstätte (Foto: AP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Anfang Mai 2009 die Gedenkstätte

Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit fast unversehrt erhalten geblieben sind, vermittelt die Gedenkstätte Hohenschönhausen heute ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR. Hier wird die Geschichte der Haftanstalt in den Jahren 1945 bis 1989 erforscht, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen informieren und regen zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur an. In der Regel führen ehemalige Häftlinge die Besucher durch das Gefängnis und berichten von den Haftbedingungen und Verhörmethoden des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Übernachten im Ostel

Im authentisch eingerichteten Ostel finden Besucher noch das typische Hotelambiente aus der Zeit vor der Wende. Mit dem passenden Mobiliar bietet es ein Übernachtungserlebnis der besonderen Art.

Autorin: Pia Gram
Redaktion: Christian Walz

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