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Podcast Wirtschaft

Wo steht Europa? (01.06.2015)

EU droht Deutschland mit fünf Vertragsverletzungsverfahren +++ Maschinenbauer suchen Schadensbegrenzung in Moskau +++ Europakritische Parteien auf dem Vormarsch - was wird aus den Reformen?

Audio anhören 14:53

Wirtschaft (01.06.2015)

Post aus Brüssel

Deutschland weht aus Brüssel seit diesem Montag ein scharfer Wind entgegen, denn der Regierung in Berlin drohen gleich fünf Vertragsverletzungsverfahren: Die Maut, die Sicherheit an deutschen Flughäfen, mangelnde Gesundheitschecks für Piloten, ungeregelter Elektroschrott und die viel zu komplizierte Mehrwertsteuererstattung für Ausländer. Wie tief steckt Berlin in der EU-Klemme? Wie teuer wird es am Ende? Und wie könnten aus den ärgsten Gegnern in der Mautfrage doch noch beste Freunde werden?

Erkundungsreise nach Moskau

Die deutschen Maschinenbauer klagen über massive Einbrüche im Russland-Geschäft – allein im ersten Quartal dieses Jahres schrumpften die Exporte um fast 30 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr. Das liegt zum einen an der hausgemachten Wirtschaftskrise in Russland, Stichwort einseitige Ausrichtung auf Rohstoffe und Energie, zum anderen natürlich auch an den Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise. Trotzdem oder gerade deswegen ist Reinhold Festge, Präsident des VDMA und selbst Unternehmer, nach Moskau gefahren. Mein Kollege Henrik Böhme hat ihn nach seinen Erfahrungen befragt.

Wo bleibt der Reformwille?

Rund 23 Millionen Italiener haben am Wochenende ihre regionalen Repräsentanten für die kommenden fünf Jahre gewählt und dabei nach ersten Auszählungen den Sozialdemokraten von Regierungschef Matteo Renzi einen Denkzettel verpasst. Und überhaupt: Wenn man sich in Europa umschaut- in Spanien hat es bei den letzten Regional- und Kommunalwahlen einen deutlichen Linksruck gegeben. Auch die Finnen haben vor kurzem gewählt. Dort ist die oppositionelle Zentrumspartei als Siegerin hervorgegangen. Überall ist ein Zulauf zu mehr oder weniger europakritischen Parteien zu beobachten, der nicht nur die Regierenden schwächt, sondern auch ihre Bereitschaft zu wirtschaftlichen Reformen merklich bremsen wird. Wo steht Europa?

20 000 Kündigungen

Haben Sie schon mal davon gehört oder gelesen, dass ein Unternehmen allen seinen 20 000 Mitarbeitern eine Kündigung ins Haus geschickt hat? Genau das ist jetzt in Malaysia passiert, bei der Malaysia Airlines. Sie steht vor einem Neuanfang, denn seit dem Jahr 2008 schreibt sie rote Zahlen. Akut wurde die Krise im vergangenen Jahr durch das Verschwinden des Fluges MH 370 und den Abschuss von MH 17 über der Ukraine – seitdem will keiner mehr mit Malaysian Airlines fliegen.

Redakteur am Mikrofon: Rolf Wenkel

Technik: Jan Eisenberg

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