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Wissen & Umwelt

Wo ist Roald Amundsen?

Mit Hilfe von High-Tech-Tauchrobotern wollen norwegische Wissenschaftler den 1928 verschollenen Polarforscher Roald Amundsen finden. Beziehungsweise die Überreste seines Flugzeugs - irgendwo im Polarmeer.

Roald Amundsen (1872-1928) Foto: picture alliance

Roald Amundsen (1872-1928)

Über 80 Jahre ist es her, dass der norwegische Entdecker und Polarforscher Roald Amundsen verschwand. Nach einem Fehlversuch 2004 wollen norwegische Wissenschaftler jetzt noch einmal versuchen, die Überreste ihres verschollenen Volkshelden zu finden.

Barentsee, Bäreninsel, Spitzbergen (Karte: DW)

Ein Schiff mit zwei Tauchrobotern soll in der Barentssee gezielt nach dem Motor des Flugzeugs suchen. Mit dem torpedoförmigen, autonomen Unterwasserfahrzeug 'Hugin 1000' soll der Meeresboden rund um die Bäreninsel zentimetergenau per Echolot gescannt werden. "Das ist das Beste, das man haben kann. Wenn da unten etwas ist, dann werden wir es finden", versichert Helge Stian Telle von der norwegischen Marine. Der berühmte Polarforscher stürzte wahrscheinlich im Juni 1928 mit seinem Flugzeug 'Latham' am Südende von Spitzbergen ab . Wo genau weiß man allerdings nicht. Sein Leichnam wurde nie gefunden.

Helge Stian Telle von der norwegischen Marine vor Hugin 1000, dem sebständig tauchenden Unterwasser-Roboter (Foto: dpa)

Helge Stian Telle neben dem Stolz der norwegischen Marine: Der selbständig tauchende Unterwasser-Roboter Hugin 1000. Er kann bis zu drei Kilometer tief abtauchen

Die Umstände seines Verschwinden sind mehr als tragisch: Amundsen war im Juni 1928 zusammen mit einem Landsmann und vier Franzosen gestartet, um einen seiner größten Konkurrenten, den italienischen Forscher Umberto Nobile und seine Mannschaft zu retten, die beim Heimflug von einer Nordpol-Expedition mit ihrem Zeppelin verunglückt waren. Bei diesem Rettungsversuch stürzte Amundsens Maschine über der Barentssee ab. "Wir verlassen uns ganz und gar auf eine Markierung aus dem Jahr 1933. Wenn die richtig ist, dann sind unsere Chancen sehr groß, die Überreste von Amundens Flugzeug zu finden", ist sich Projektleiter Rob McCallum sicher.

Roald Amundsen erreichte am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol. 35 Tage vor seinem britischen Rivalen, Robert Falcon Scott, mit dem er sich ein legendäres Wettrennen lieferte. Dieser fand bei seinem Eintreffen nur noch das Zelt und einen Brief von Amundsen vor. Scott war unendlich verzweifelt und starb, wie alle seine Begleiter, auf dem Rückweg.

ht/sz/ARD/AFP/dpa

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