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Aktuell Welt

Wo ist die Blackbox von MH370?

Es bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit: Vier Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 sind die Suchkräfte dem Flugschreiber auf der Spur. Die britische Marine beteiligt sich mit einem speziellen Ortungsgerät.

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Weiteres Blackbox-Signal geortet?

Bei der fieberhaften Suche nach der verschollenen malaysischen Boeing haben zwei Schiffe Signale empfangen, die von der Blackbox des verschollenen Flugzeugs stammen könnten. Das mit hochsensiblen Sensoren ausgestattete australische Schiff "Ocean Shield" habe gleich mehrere akustische Signale im Indischen Ozean aufgefangen. Diese stimmten "mit denen überein, die von Flugschreibern ausgesendet werden", sagte der Leiter des internationalen Suchteams, Angus Houston, am Montag im australischen Perth. Er sprach von "sehr ermutigenden" Informationen. Die "Ocean Shield" hat ein Spezialgerät an Bord, mit dem Flugschreiber-Signale bis in 6000 Meter Tiefe geortet werden können.

Zuvor hatte ein chinesisches Suchschiff zweimal ein Signal auf der Frequenz 37,5 Kilohertz registriert, die für Flugschreiber im Wasser typisch ist. Es war in einem anderen Seegebiet unterwegs als das australische Schiff.

Inzwischen hat auch ein Schiff der britischen Marine die Region erreicht. Die "HMS Echo" hat ein spezielles Blackbox-Suchgerät an Bord. "Sie werden umgehend beginnen, den Flugschreiber zu suchen", sagte eine Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

Flugschreiber und Stimmenrekorder einer Blackbox (Foto: dpa)

Danach wird gesucht: Ein Flugschreiber und Stimmenrekorder einer Blackbox

Der Black Box schlägt bald die letzte Stunde

Ob es sich tatsächlich um Signale des seit dem 8. März vermissten Passagierflugzeugs von Malaysia Airlines handelt, ist nach wie vor ungewiss. Bei der Suche nach dem Flug MH370 drängt die Zeit: Der Flugschreiber könnte schon am Montag aufhören zu senden, weil nach etwa 30 Tagen normalerweise die Batterie leer ist.

Seit dem Verschwinden des Flugzeuges mit 239 Menschen an Bord wird nach Trümmern und dem Flugschreiber der Maschine gesucht. Daran beteiligten sich am Wochenende bis zu zehn Militärflugzeuge, zwei zivile Flugzeuge und 13 Schiffe.

Die HMS Echo von der britischen Marine hat ein spezielles Ortungsgerät an Bord (Foto: Reuters)

Die "HMS Echo" von der britischen Marine hat ein spezielles Ortungsgerät an Bord

Sie müssen ein Areal von der Größe Großbritanniens absuchen. Bisher gesichtete und dann geborgene Gegenstände entpuppten sich nur als Müll.

Noch immer ist völlig unklar, warum die Boeing 777-200 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich den Kurs wechselte und von den Radarschirmen verschwand. Sollte es nicht gelingen, die Flugschreiber aus dem Ozean zu bergen, dürfte das Rätsel um das Verschwinden von Flug MH370 wohl für immer ungelöst bleiben.

rb/wa/kis (afp, dpa)

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