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Kultur

Wo bleibt die Freizeit?

Arbeit spielt nach wie vor eine Hauptrolle im Leben. Eine aktuelle Studie belegt: Die Europäer verbringen die meiste Zeit am Arbeitsplatz. Das Privatleben muss dabei etwas kürzer treten.

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Zeit zum Entspannen ist oft Mangelware

Fast jeder zweite Europäer meint, dass er mehr Energie in seinen Beruf als in seine Freizeit investiert. So lautet das Ergebnis einer Studie des Nürnberger Forschungsinstituts GfK und der Wirtschaftszeitung "The Wall Street Journal Europe". Die Umfrage in 21 Ländern, einschließlich den USA, zeigt jedoch: Die Gewichtung von Arbeit und Freizeit variiert in den verschiedenen Ländern erheblich.

Portugiesen und Türken sind Spitzenreiter

So sagen beispielsweise Portugiesen und Türken, dass die Arbeit einen Großteil ihrer Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Dagegen sehen es die Briten lockerer: Immerhin meint jeder Dritte, dass er mehr Energie in Freizeitaktivitäten investiert. Die Einstellung der Deutschen ist in etwa vergleichbar mit der Haltung

Handy Produktion von Siemens in Brasilien

"Freude" an der Arbeit

der Westeuropäer insgesamt: Etwa jeder Dritte konzentriert sich verstärkt auf sein Berufsleben. Knapp 40 Prozent verteilen ihre Energie gleichmäßig auf Beruf und Freizeit, und jeder Vierte räumt seiner Freizeit einen höheren Stellenwert ein.

Eines ist allen gemeinsam: Das Berufsleben scheint den meisten Befragten wichtiger zu sein als ihr Privatleben. In Westeuropa rangiert die Arbeit bei jedem Dritten vor dem Privatleben, in Osteuropa gilt das bei vier von zehn, in den USA sogar für fast jeden Zweiten. Spitzenreiter sind Portugal und die Türkei: Hier geben zwei von drei Befragten an, ihr Berufsleben komme an erster Stelle.

Fernsehen ist liebste Freizeitbeschäftigung Bei der Frage nach der liebsten Freizeitaktivität sind sich alle Nationen einig: Die Entspannung zu Hause bei Fernsehen, Musik oder

Knabbereien beim Fernsehen

Liebste Freizeitbeschäftigung der Europäer

Lesen ist überall die Nummer Eins. Drei von vier Befragten erholen sich am liebsten auf diese Weise. Besonders populär ist das Fernsehen bei US-Bürgern und Griechen: Über 80 Prozent von ihnen sitzen am liebsten vor dem Gerät. In Westeuropa trifft dies dagegen nur für 66 Prozent zu.

Bei der zweitliebsten Freizeitbeschäftigung treten dann doch Unterschiede zutage. In den zentral- und ost-europäischen Ländern stehen durchweg Do-it-yourself-Aktivitäten - wie beispielsweise Gartenarbeit oder die Renovierung der eigenen vier Wände - klar an zweiter Stelle. In Deutschland sind - nach der Erholung zuhause - Heimwerken und Ausgehen gleichermaßen beliebt. Etwa jeder Dritte nennt diese beiden Aktivitäten als eine seiner drei liebsten Freizeitbeschäftigungen.

Die Studie ergab außerdem, dass unabhängig von der Nationalität geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen. Während etwa die Hälfte der Männer ihrem Job mehr Gewicht beimessen, vertreten nur rund 40 Prozent der Frauen diese Ansicht. (ali)

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