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Sport

WM-Ticketbörse gestartet - wie funktioniert's?

Latentes Unwohlsein, weil Sie bislang kein WM-Ticket ergattern konnten? Oder gehören Sie zu denen, die ihre Karten wieder loswerden wollen? Es gibt Abhilfe, denn die lang angekündigte Ticket-Tauschbörse ist gestartet.

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Objekt der Begierde: Neue Chancen auf WM-Tickets durch Tauschbörse

Fans aus aller Welt können vom 27. März an über die FIFA-Internetseite www.fifaworldcup.com erworbene Karten für die Fußball-Weltmeisterschaft auf andere Personen übertragen oder zum Weiterverkauf anbieten. Doch wie genau funktioniert das und was muss der geneigte Fußballfan dabei beachten?

Zunächst gilt es, zwei Möglichkeiten zu unterscheiden: den Verkauf des eigenen Tickets und die Übertragung der Karte auf andere Personen.

Verkauf von Tickets

Confederations Cup 2005: 1. Spieltag Tunesischer Fan, Tunesien : Argentinien

Welche Tickets werden wohl angeboten? Fans weltweit sind gespannt.

Wer sein Ticket loswerden möchte, kann dies ohne Angabe von Gründen tun. Die Eintrittskarte wird zum Wiederverkauf durch das WM-Organisationskomitee (OK) freigegeben und wieder im Ticketshop angeboten. Findet sich ein Käufer, erhält der Anbieter den kompletten Preis zurück.

Der neue Käufer muss jedoch 15 Prozent Aufschlag zahlen, maximal aber 15 Euro. Das OK begründet dies mit den Kosten für den Tausch-Service von rund 700.000 Euro. "Das Portal bedeutet für interessierte Fans eine zusätzliche Chance. Daher haben wir die Kosten beim Käufer veranschlagt. Dies auch in Übereinstimmung mit den Verbraucherschützern", erklärte OK-Vizepräsident Horst Schmidt.

Übertragung an bestimmte Personen

WM Tickets

Von Verbraucherschützern gefordert: das WM-Ticketportal

Zweite Möglichkeit ist die Übertragung von WM-Karten an bestimmte Personen. Während eine Weitergabe an Familienangehörige generell gegen eine Gebühr von zehn Euro möglich ist, muss dies bei der Übertragung an andere Personen zusätzlich konkret begründet werden.

Dabei akzeptiert das OK, wenn der Besteller krank wird oder stirbt, kein Visum für Deutschland oder keine Ausreisegenehmigung aus seinem Heimatland erhält oder durch höhere Gewalt wie politische Unruhen oder Naturkatastrophen am Besuch des Spiels gehindert wird. Nicht näher definiert wurden sonstige Härtefälle, die ebenfalls geltend gemacht werden können.

Die Übertragung eines Tickets an eine ausgewählte Person müsse schon aus Gründen der Fairness die Ausnahme bleiben, denn der Begünstigte bekomme einen Vorteil gegenüber den normalen Bestellern, meint das OK. Zudem geht Schmidt weiter davon aus, dass "99 Prozent der Karteninhaber selbst ins Stadion kommen".

Tauschen bis zwei Tage vor dem Spiel

Neue Verkaufsphase WM Tickets

Tickets? Ab sofort können Fußballanhänger wieder hoffen.

Das Tauschen ist auf dem Portal zunächst bis zum 9. April möglich. Ende April werden alle bis dahin verkauften Eintrittskarten, bislang sind das 2,6 von insgesamt 3,07 Millionen, an die Besteller verschickt. Vom 1. Mai an öffnet die Ticketbörse erneut. Übertragung und Verkauf können dann bis zwei Tage vor dem jeweiligen Spiel abgewickelt werden.

Die Unterbrechung erklärt sich durch die Sitzplatz-Zuordnung und dem Drucken der Tickets.

FIFA und Polizei warnen vor Betrug

Mit dem Start des Ticket-Portals schafft das WM-Organisationskomitee einen vor allem von Verbraucherschützern vehement geforderten zusätzlichen Service, der trotz der Angabe von Gründen ein gewisses Risiko birgt. "Wir mussten erkennen, dass wir den totalen Ausschluss eines Umtauschs nicht aufrecht halten konnten. Wir haben daher einen Kompromiss gefunden, bei dem nicht auszuschließen ist, dass wir betrogen werden können", erklärte OK-Vize Schmidt.

Um Ticket-Interessenten über mögliche Betrügereien zu informieren, hat die Polizei im Internet dazu eigens eine Seite eingerichtet. So wird unter www.wm2006polizei-service.de beispielsweise erklärt, auf welchen Wegen gefälschte Eintrittskarten angeboten werden. Polizei und FIFA raten, WM-Tickets nur über offizielle Kanäle zu kaufen. (ms)

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