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Sport

WM-Silber für Neureuther

Es ist die erste WM-Einzelmedaille für die deutschen Männer seit zwölf Jahren: Felix Neureuther ist bei der Ski alpin-Weltmeisterschaft in Schladming im Slalom auf den zweiten Platz gefahren.

Pure Freude: Felix Neureuther jubelt über seine Silber-Medaille und streckt seine beiden Fäuste gen Himmel. Foto: REUTERS/Leonhard Foeger

Pure Freude: Felix Neureuther

Felix Neureuther musste sich um 0,42 Sekunden zum Abschluss der Weltmeisterschaften nur dem Österreicher Marcel Hirscher geschlagen geben. Bronze holte dessen Landsmann Mario Matt. Fritz Dopfer erreichte Platz sieben, Stefan Luitz kam auf den 21. Rang. Florian Eckert hatte dem deutschen Herren-Team 2001 in St. Anton als Abfahrtsdritter zuletzt einen WM-Podestplatz gesichert.

Insgesamt hat das deutsche Alpin-Team vier Medaillen bei der Ski-WM in Schladming gewonnen. Einmal Gold, einmal Silber, zweimal Mal Bronze - damit belegt Deutschland im Medaillenspiegel Platz fünf. Die beste Ski-Nation sind die USA (4- 0-1) vor Österreich (2-2-4) und Frankreich (2-1-1). Für Deutschland holte Maria Höfl-Riesch einmal Gold in der Kombination sowie Bronze in der Abfahrt. Im Teamwettbewerb holte die Mannschaft ebenfalls Bronze. So viele Medaillen gab es bei einer WM zuletzt 1997 in Sestriere/Italien.

Ohne Erwartungsdruck

Felix Neureuther rast eng an einer Slalomstange vorbei. Foto: REUTERS/Dominic Ebenbichler

Der Mut zum Risiko wurde belohnt: Felix Neureuther beim 2. Slalom-Lauf

Felix Neureuther scheint aus seinen Fehlern gelernt zu haben. Noch bei der Heim-WM vor zwei Jahren in Garmisch-Partenkirchen war der Sohn von den deutschen Skilegenden Christian Neureuther und Rosi Mittermaier an den eigenen Erwartungen gescheitert. Ihm habe die Lockerheit gefehlt, sagte Felix Neureuther rückblickend immer wieder über das Großereignis vor seiner Haustüre. In Schladming wollte er die Rennen daher genießen statt zu verkrampfen - und nach einem kleinen Rückschlag im Riesenslalom, als er "die Brechstange" rausgeholt hatte, ging der Plan nun im Slalom auf. "Ich habe echt die Zeit gebraucht, um mich zu dem zu entwickeln, wie ich jetzt bin. Bei manchen geht es schneller, bei manchen dauert es länger", sagte Neureuther.

Früher der unbedarfte Spaßvogel im Team, sieht sich der 28-Jährige heute als Führungsfigur in der deutschen Mannschaft. Vor der WM lieferte Neureuther erstmals in seiner Karriere konstant Spitzenergebnisse im Weltcup und kam voller Selbstvertrauen nach Schladming. "Ich bin aus noch so großen Niederlagen immer zurückgekommen und habe nie aufgegeben, nie aufgehört zu kämpfen. Und wenn es dann so läuft wie in dieser Saison, ist es schön zu sehen, dass sich Kämpfen immer lohnt", meinte er. Mit dem Kämpfen ist nun aber für die kommenden Tage erst mal Schluss - denn Feiern kann Neureuther auch sehr gut.