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Fußball

WM-Losglück für Deutschlands Fußballerinnen

Das Frauen-Nationalteam trifft im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft im eigenen Land am 26. Juni 2011 in Berlin auf Kanada. Das ergab die Auslosung in Frankfurt, die aus deutscher Sicht durchaus glücklich verlief.

Steffi Jones, Präsidentin des WM-Organisationskomitees (Foto: dapd)

Steffi Jones, Präsidentin des WM-Organisationskomitees

Der Siegerpokal der Frauenfußball-WM (Foto: AP)

Um diesen Pokal geht es 2011

Neben den Kanadierinnen wird die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid in der Vorrundengruppe A auf die Fußballerinnen aus Nigeria und Frankreich treffen. Gegen zwei der drei WM-Gegner hatte das deutsche Team zuletzt Testspiele absolviert. Am 15. September besiegten Kapitänin Birgit Prinz und Co. in Dresden Kanada mit 5:0 (1:0). "Das ist nicht der Maßstab", sagte Prinz nach der Auslosung in Frankfurt am Main. "Es war ein Vorbereitungsspiel, das für uns relativ gut lief. Ich denke nicht, dass das Eröffnungsspiel so klar ausgehen wird." Kanada hat gerade die Meisterschaft der Nord-Mittel-und Karibikzone (CONCACAF) gewonnen. Als bestes Ergebnis bei einer WM steht bisher Platz vier bei der WM 2003 zu Buche.

Gegen den Afrikameister und die viertstärkste Elf Europas

Die Mannschaft Nigerias, am 30. Juni in Frankfurt am Main zweiter Gegner der deutschen Fußballerinnen, ist zwar Afrikameister, wird in der Weltrangliste aber nur auf Position 27 geführt. Am vergangenen Donnerstag (25.11.2010) hatten die hoffnungslos überforderten Nigerianerinnen in Leverkusen gegen die deutsche Elf eine deftige 0:8 (0:5)-Niederlage kassiert.

Die Bühne der Auslosung, im Hintergrund eine riesige Tafel mit allen Gruppen (Foto: AP)

Die Auslosung der Frauenfußball-WM 2011 wurde in 200 Länder übertragen

Frankreich wird am 5. Juli im Mönchengladbach der letzte Gruppengegner sein. Die Französinnen werden hinter Weltmeister Deutschland, Schweden und Norwegen derzeit als viertstärkste Mannschaft Europas geführt. 2007 hatte sich das Team nicht für die WM qualifizieren können. Seitdem aber ging es aufwärts. Bei der Europameisterschaft 2009 in Finnland schieden die Französinnen im Viertelfinale unglücklich aus. Für die WM 2011 in Deutschland lösten sie das Ticket ganz souverän.

Mit Blick auf die gesamte Gruppe meinte Rekordnationalspielerin Birgit Prinz: "Es wird mit Sicherheit schwierig werden." Auch die Bundestrainerin wollte nicht von Losglück sprechen. "Ich musste ja sowieso nehmen, was kommt. Insofern bin ich durchaus zufrieden", wiegelte Silvia Neid ab. Als Titelverteidiger ist die deutsche Mannschaft in der Gruppe jedoch klarer Favorit. Die beiden besten Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Kahn, Beckenbauer und Blatter kamen nicht

Günter Netzer hinter Losfee Adriana Karembeu (Foto: AP)

Günter Netzer sprang als 'Losfee' neben Adriana Karembeu ein

Der Wintereinbruch in Deutschland hatte auch die Organisatoren der WM-Auslosung kalt erwischt. Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn, der eigentlich zusammen mit dem slowakischen Supermodel Adriana Karembeu die Lose ziehen sollte, konnte wegen heftigen Schneefalls nicht aus München abfliegen. Franz Beckenbauer saß in Salzburg fest und musste ebenfalls absagen. Das hatte vor einigen Tagen auch Joseph Blatter, Chef des Fußball-Weltverbands FIFA getan, allerdings aus anderen Gründen." Er sei mit der Aufklärung der FIFA-Korruptionsaffäre beschäftigt, ließ er mitteilen und erntete dafür Verständnis von Steffi Jones. "Wenn das bei uns wäre, würden wir auch alles tun, damit das schnellstmöglich ausgeräumt ist." Vor der Vergabe der WM-Endrunden 2018 und 2022 am kommenden Donnerstag (02.12.2010) stehen mehrere hochrangige FIFA-Funktionäre unter Korruptionsverdacht.

Bisher wurden für die Frauenfußball-WM in Deutschland rund 350.000 Eintrittskarten verkauft, die Hälfte des Kontingents ging damit bereits über den Tisch. Das Medien-Interesse an der Auslosung war bereits WM-würdig. Die Veranstaltung wurde in 200 Länder übertragen.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Sarah Faupel

Hier alle Vorrundengruppen der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland:

Gruppe A

Deutschland

Kanada

Nigeria

Frankreich

Gruppe B

Japan

Neuseeland

Mexiko

England

Gruppe C

USA

Nordkorea

Kolumbien

Schweden

Gruppe D

Brasilien

Australien

Norwegen

Äquatorial-Guinea

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