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Fußball

WM 2014: Ronaldo lost Europa-Gruppen aus

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wirft bereits ihre Schatten voraus. An diesem Samstag werden in Rio de Janeiro die Gegner der deutschen Mannschaft in der WM-Qualifikation ausgelost.

Blick über das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro, Brasilien (Foto: AP)

Das Maracana-Stadion in Rio

Für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine hat sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon so gut wie sicher qualifiziert. Nun richtet sich das Interesse der DFB-Verantwortlichen bereits auf das nächste Großereignis im internationalen Fußball: die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Am Samstag (30.07.2011) werden in Rio de Janeiro die Qualifikationsgruppen für die Endrunde ausgelost. Gastgeber Brasilien ist automatisch qualifiziert. Um die 31 noch zu vergebenden Plätze bewerben sich 203 Verbände.

Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo (Foto: AP)

"Glücksfee" Ronaldo

Glücksfee bei der Auslosung spielt der ehemalige Weltfußballer Ronaldo. Der 34-Jährige, der im Juni sein Abschiedsspiel absolviert hat, zieht gemeinsam mit dem brasilianischen U17-Talent Adryan die Europa-Gruppen. Geplant ist eine rund 90-minütige Show, die auch an die erste Fußball-WM 1950 in Brasilien erinnern soll. Erwartet werden Delegierte aus etwa 100 Mitgliedsverbänden des Fußball-Weltverbandes (FIFA), fast 800 internationale Medienvertreter und rund 2000 Gäste aus Politik, Sport und Unterhaltung.

Die DFB-Delegation wird von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff angeführt. Bundestrainer Joachim Löw verzichtet auf seine Teilnahme. Stattdessen wird Löw einige seiner Nationalspieler in der ersten Runde des DFB-Vereinspokals beobachten und zudem Vorbereitungen für das erste Länderspiel der Saison treffen. Bereits am 10. August kommt es in Stuttgart zum Klassiker gegen Rekordweltmeister Brasilien.

13 Starter aus Europa

Europa stellt mit 13 Mannschaften das mit Abstand größte Kontingent der WM-Starter. Neben Deutschland sind Weltmeister Spanien, Vize-Weltmeister Niederlande, England, Portugal, Italien, Kroatien, Norwegen und Griechenland als Gruppenköpfe gesetzt. Mögliche starke Gegner für die DFB-Elf sind Frankreich, Dänemark, Slowenien und die Slowakei, die im zweiten Lostopf stecken.

Fans im Cicero Pompeu de Toledo-Stadion von Sao Paulo. (Foto: AP)

Fußballfans in Sao Paulo: 2014 dürfen die WM-Teilnehmer auf stimmungsvolle Stadien hoffen

Acht Gruppen werden sechs Teilnehmer haben, eine Gruppe nur fünf. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die WM in Brasilien. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in Relegationsspielen vier weitere Teilnehmer. Die europäische Qualifikation startet nach der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine.

Fünf weitere WM-Starter werden in Afrika ermittelt, jeweils vier oder fünf kommen aus Südamerika und Asien, drei oder vier aus Nord- und Mittelamerika und maximal einer kommt aus Ozeanien.

Sorgen über Stand der WM-Vorbereitungen

Das WM-Turnier wird vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 in zwölf brasilianischen Städten stattfinden. Das Eröffnungsspiel soll möglicherweise in einer neuen Arena in Sao Paulo ausgetragen werden. Das Finale findet im Maracana-Stadion in Rio statt, das für die WM umgebaut wird. Ein Jahr zuvor wird bereits der Confederations-Cup (15. bis 30. Juni 2013) als WM-Generalprobe ausgetragen.

Bauarbeiten am Fonte Nova-Stadion in Salvador im Nordosten Brasiliens (Foto: AP)

Bauarbeiten am Fonte Nova-Stadion in Salvador

FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke, der durch das Programm der Auslosung führen soll, hatte jüngst erst den Stand der WM-Vorbereitungen kritisiert. "Wir haben nicht die Stadien, wir haben nicht die Flughäfen, und wir haben kein nationales Transportsystem", sagte der Franzose und appellierte an die Südamerikaner, ihre Anstrengungen zu forcieren. Valcke verglich Brasilien mit dem WM-Gastgeber für 2018, Russland und stellte fest: "Wir sind in Russland weiter als in Brasilien." FIFA-Präsident Joseph Blatter wies mittlerweile Befürchtungen zurück, die Stadien könnten nicht rechtzeitig zum Turnierbeginn fertig sein. "Wir müssen realistisch sein, es gibt noch viel zu tun. Wir haben aber das Vertrauen und glauben, dass die WM ein voller Erfolg wird", sagte der Schweizer.

Brasiliens Fußball-Altstar Romario sieht der WM-Endrunde im eigenen Land dagegen mit Pessimismus entgegen. "Es wird eine WM geben, aber wir werden leider Probleme haben, und es wird nicht die beste WM aller Zeiten werden", bekannte der heutige Parlamentsabgeordnete in einem Interview. Der 45-Jährige beklagte vor allem die ausufernden Kosten. "Es gab am Anfang einen Etat, der mindestens schon verdoppelt wurde. So, wie es jetzt aussieht, werden die Stadien rund 15 Milliarden Real (6,6 Milliarden Euro) kosten. Das ist absurd", sagte Romario.

Autor: Arnulf Boettcher (mit sid,dpa)

Redaktion: Stefan Nestler