1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Global Ideas

Wissenswertes über Wisente

Was ist der Unterschied zwischen einem Wisent und einem Bison? Wo und wie leben sie? Was fressen die Tiere? Erfahren Sie alles, was Sie über Wisente wissen müssen.

Heißt das Tier Wisent oder Bison?

Kommt darauf an, welche Art gemeint ist: Europäische Bisons werden Wisente genannt. Ihre engen Verwandten, die Amerikanischen Bisons, werden Büffel oder tatsächlich Bisons genannt. Sie sind so nah miteinander verwandt, dass sie sogar Nachkommen haben können.

Wo leben die Tiere?

Ein Wisent steht auf eine schneebedeckten Wiese (Foto: Mateusz Szymura)

Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Wisente haben Hörner

Bisons leben in der offenen Steppe, während Wisente in dichten Wäldern leben. Da sie eigentlich grasen, würde sich auch der Wisent auf freien Wiesen vermutlich wohler fühlen. Aber Europa hat keine unbewohnte Steppe, sodass der Wisent in andere Lebensräume ausweichen musste. Die meisten Wisente leben heute in Zoos überall in Europa. Wild lebende Tiere sind sehr selten: Einige wenige Tiere leben in Litauen, der Ukraine, Russland, Weißrussland und Polen. Die größte Population mit circa 900 Bisons ist im Urwald Bialowieza zu Hause.

Wie groß und schnell ist ein Wisent?

Mit dem Gewicht eines Kleinwagens, einer Höhe von zwei Metern und einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu drei Metern ist der Wisent das größte Landsäugetier Europas. Er ist den Großteil des Tages mit Fressen beschäftigt und futtert in dieser Zeit bis zu 60 Kilogramm Pflanzen. Trotz seines Gewichtes kann er eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde erreichen und sogar bis zu zwei Meter hoch über Hindernisse springen.

Sind Wisente Einzelgänger oder Herdentiere?

Ein Wisent-Junges lehnt sich an seine Mutter an (Foto: Mateusz Szymura)

Acht Monate dauert die Trächtigkeit bei Wisenten. Die Jungtiere bleiben danach bei ihrer Mutter in der Herde. Jungbullen verlassen diese später und wandern allein oder in kleinen Gruppen umher.

Nur die Weibchen leben mit den Jungtieren in einer Herde, während die Männchen meist allein wandern. Für zwei Monate im Jahr - zur Brunftzeit im Spätsommer - kommt ein Bulle in die Herde. Zuvor kämpfen alle Anwärter um den Anspruch - der Stärkere gewinnt und darf bleiben, während der Verlierer leer ausgeht.

Der Wisent ist ja ein Wildtier - ist er dann auch menschenscheu?

Zur Freude der Touristen und zum Ärger der Landwirte ist der Wisent nicht menschenscheu. Die Wisente von Bialowieza kommen nicht nur in die Felder, sondern auch gerne in Hausgärten, um sich etwa ein paar Äpfel zu pflücken. Ein Treffen mit den Wisenten ist für die Bewohner der Dörfer in der Nähe des Urwalds fast alltäglich. Obwohl die Wisente ihre Scheu vor Menschen verloren haben - domestizieren lassen sie sich nicht.