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Sport

Wird München der Olympia-Sieger?

Das lange Warten hat ein Ende: An diesem Mittwoch wird IOC-Chef Rogge in Durban/Südafrika verkünden, ob 2018 wieder Olympische Spiele in Deutschland stattfinden werden. Darf sich München auf einen "Wintertraum" freuen?

Jacques Rogge (Foto: AP)

Der Verkünder: Rogge

München, Pyeongchang in Südkorea oder das französische Annecy: Unmittelbar vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über die Vergabe der Winterspiele 2018 herrscht im deutschen Lager Optimismus. Mit dazu beigetragen hat Fußball-Legende Franz Beckenbauer, der bei der finalen Präsentation der Olympiabewerbungen in Durban an diesem Mittwoch (06.07.2011) persönlich dafür sorgen will, dass seine Heimatstadt München das sportliche Großereignis ausrichten kann. Die bayerische Metropole wäre weltweit die erste Stadt, die nach Olympischen Sommerspielen (1972) auch Winterspiele veranstaltet.

"Wenn du die Chance kriegst..."

Franz Beckenbauer (Foto: dapd)

Der Joker: Beckenbauer

Beckenbauer war quasi als "Joker" nach Südafrika eingeflogen worden: Schließlich hatte er bereits die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland geholt. Die damalige Entscheidung fiel übrigens vor exakt elf Jahren - am 6. Juli 2000. "Das war ein Sommertraum. Jetzt freuen wir uns auf einen Wintertraum", sagte Beckenbauer. Er sei Bayer und Münchner und wolle, dass seine Landsleute die Olympischen Winterspiele daheim erleben können.

"Ich bin überzeugt, dass München der richtige Platz für die Winterspiele ist." Diese würden wie die Fußball-WM zwar viel Geld kosten, aber enorm viel für das Image Deutschlands bedeuten: "Wenn du die Chance kriegst, musst du sie nutzen", meinte Fußball-"Kaiser" Beckenbauer.

Auch der ebenfalls nach Durban gereiste Bundespräsident Christian Wulff hob die Bedeutung der Spiele für Deutschland hervor: "Für unser Land wäre es ein Riesengeschenk. Ich bin hier, um die Zusicherung zu geben, dass wir emotionale und enthusiastische Spiele ausrichten werden, wenn wir den Zuschlag bekommen."

Starker Gegner für München

Als Favorit gilt allerdings nach wie vor Pyeongchang, während Annecy allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt werden. Die Südkoreaner bewerben sich nach den vergeblichen Anläufen für 2010 (Ausrichter: Vancouver/Kanada) und 2014 (Sotschi/Russland) bereits zum dritten Mal. Das einflussreiche IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper rechnet mit "einer Entscheidung im ersten Wahlgang" - wohl für Pyeongchang.

Auch Cho Yang Ho, Chef des Organisationskomitees von Pyeongchang, zeigt sich zuversichtlich: "Ans Verlieren denken wir nicht." Die Südkoreaner bringen neben besten Kontakten zum Internationalen Olympischen Komitee vor allem gewichtige finanzielle Argumente ein: der Samsung-Konzern ist Topsponsor der olympischen Bewegung.

Deutsche Delegation in Durban (Foto: dapd)

"DDD": Deutsche Delegation in Durban - angeführt von Bundespräsident Christian Wulff (M.)

IOC-Präsident Jacques Rogge lobte in Durban zur Eröffnung der 123. Vollversammlung des Olympischen Komitees am Dienstagabend alle drei Kandidaten. Er könne nicht sagen, wer die Abstimmung an diesem Mittwoch gewinne, aber sowohl München als auch Pyeongchang und Annecy wären in der Lage, "ausgezeichnete Spiele" zu veranstalten. Nach 17 Uhr (MESZ) wird Rogge den Umschlag öffnen, in dem der Name einer der Bewerberstädte stehen wird. Bundespräsident Wulff ist sich sicher: "Ganz Deutschland fiebert der Entscheidung entgegen."

Autor: Christian Walz (dapd, dpa, afp)
Redaktion: Siegfried Scheithauer

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