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Ostmitteleuropa

"Wir wollen mit unserer Souveränität nicht experimentieren"

- Litauen will über visafreien Eisenbahntransit nach Kaliningrad erst nach EU-Beitritt entscheiden

Tallinn, 1.10.2002, BNS, engl., aus Vilnius

Litauen wird vor dem Beitritt seinem zur Europäischen Union (EU) die Möglichkeit eines visafreien Eisenbahntransits durch Litauen nicht in Erwägung ziehen, erklärte Außenminister Antanas Valionis am Dienstag (1.10.) auf einer Plenarsitzung des Seimas. "Unser Grundsatz ist klar: Wir wollen und können nicht mit unserer Souveränität und der Schengen-Mitgliedschaft experimentieren. Daher können wir vor unserem EU-Mitglied nicht über visafreien Zugtransit diskutieren", sagte Valionis im Parlament. "Dieser Standpunkt ist mit dem Premierminister und dem Präsidenten vereinbart worden. Das Außenministerium hat kein anderes Verhandlungsmandat", erklärte der Minister auf Fragen von Parlamentariern.

Valionis sagte auch, Litauens Haltung sei auch "von einigen EU-Mitgliedsstaaten und vom größten Teil der Europäischen Kommission" gebilligt worden. "Dennoch, wir sind für alle Vorschläge offen und bereit, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen", bemerkte er... (...).

Valionis kündigte an, dass litauische Diplomaten sich darum bemühen werden, Litauens Standpunkt südosteuropäischen Ländern genauer zu erläutern - und auch Deutschland, das sich bisher noch nicht dazu geäußert habe... (TS)

  • Datum 04.10.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2iqt
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