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Ostmitteleuropa

"Wir müssen sehen, wie Kanzler Schröder dazu steht"

- Polens Regierungschef Leszek Miller zeigt sich in Sachen "Vertriebenenzentrum" zurückhaltend

Warschau, 17.5.2002, PAP, poln.

Premier Leszek Miller hat erklärt, er werde sich zu der Idee, in Wroclaw (Breslau - MD) ein europäisches Vertriebenenzentrum zu errichten, erst äußern, wenn ihm der Standpunkt von Bundeskanzler Gerhard Schröder dazu bekannt ist. "Wir müssen sehen, wie Kanzler Gerhard Schröder dazu steht. Ich werde den Kanzler Mitte Juni in Wroclaw treffen. Bis dahin werde ich zu erfahren versuchen, welche Meinung er vertritt. Und dann werde ich eine Antwort darauf geben", sagte Leszek Miller am Donnerstag (16.5.) bei einem Besuch in Plock. Seiner Ansicht nach könnte darüber diskutiert werden, ob ein Zentrum, das die Geschichte der Vertriebenen dokumentiert, beispielsweise unter Schirmherrschaft des Europarates errichtet wird. "Die Angelegenheit ist äußerst delikat. Auch in Deutschland sind die Meinungen dazu sehr unterschiedlich. Und in Polen ruft das Thema natürlich eine Reihe von Kontroversen hervor. Wenn es um ein Zentrum geht, das an die Menschen erinnern soll, die aus ihren Wohnungen und ihrer Heimat umgesiedelt oder vertrieben worden sind, dann wäre es vielleicht besser, dass der Europarat diese Idee umsetzt", erklärte der Premierminister. "Es ist nicht gut, dass dies nur im Rahmen der polnisch-deutschen Beziehungen erfolgt, denn das Universelle an dieser Idee geht dann verloren." (...) (TS)

  • Datum 17.05.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2BtO
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