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Ostmitteleuropa

"Wir müssen die Souveränität der Ukraine respektieren"

- Polnischer Präsident erläutert den Standpunkt Polens zur Konferenz, die am 16. Oktober in Warschau stattfindet

Warschau, 10.10.2002, PAP, poln.

Präsident Aleksander Kwasniewski sagte am Mittwoch (9.10), dass die Konferenz in Warschau, die den Beziehungen zwischen der NATO und der Ukraine gewidmet werden soll, auf keinen Fall als "ukrainischer runder Tisch" angesehen werden darf.

"Dieses Treffen kann auf keinen Fall als ein "Round Table" bezeichnet werden, da ein "runder Tisch" über die ukrainischen inneren Angelegenheiten nur in Kiew oder in einem anderen Ort auf dem Gebiet der Ukraine und nicht im Ausland stattfinden kann. Das ist völlig klar", sagte Aleksander Kwasniewski auf einer Pressekonferenz in Lublin.

Seiner Meinung nach resultiere die Bezeichnung "runder Tisch" in Bezug auf die Warschauer Konferenz aus einem Missverständnis: "Wir sollten nicht mehr von einem "runden Tisch" sprechen. Diese Bezeichnung ist nämlich auf ein Missverständnis zurückzuführen. Wir müssen die ukrainische Unabhängigkeit und Empfindsamkeit respektieren. Die Ukrainer verfügen über ihre eigenen Behörden und Institutionen sowie über ein eigenes Parlament, in dem verschiedene Gruppen vertreten sind. Wir können höchstens etwas erleichtern oder versuchen, zu überzeugen, und einen Dialog anregen. Wir können jedoch auf keinen Fall die Ukrainer in diesem Dialog ersetzen", fügte Aleksander Kwasniewski hinzu. Er betonte, dass die Idee für dieses Treffens vor vielen Wochen entstanden sei. (...)

"Ich möchte dabei jedoch nicht verbergen, dass solch ein Treffen von uns als eine gute Gelegenheit angesehen wurde, die verschiedenen Seiten des inneren ukrainischen Konflikts zu hören. Später wurde diese Angelegenheit durch die Medien an die große Glocke gehängt und man sprach dann von einem Treffen, das hauptsächlich den inneren ukrainischen Angelegenheiten gewidmet sein soll. Dieses Thema ist jedoch nur ein Bestandteil dieser Konferenz und nicht das Hauptthema", erläuterte Aleksander Kwasniewski. Seiner Ansicht nach wird die Warschauer Konferenz ein interessanter Meinungsaustausch werden. Dadurch wird sich jedoch nichts ändern.

"Wir werden auf dieser Konferenz keine Beschlüsse fassen und Abkommen treffen. Dies wird lediglich ein Meinungsaustausch werden, der meiner Ansicht nach sowohl für die Ukraine als auch für Europa von Vorteil sein wird", sagte der polnische Präsident. (Sta)

  • Datum 10.10.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2k0R
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