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Kultur

Wir haben halt Spaß

Fury in the Slaughterhouse im Gespräch mit der Deutschen Welle: Cristof, Hannes und Thorsten über ihr Multimedia-Projekt, versalzenes Essen und Pläne für ein neues Album...

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"jetzt drehen sie ein bisschen ab"

DW: Was erwartet den Fury-Fan auf der neue DVD "Monochrome"?

Cristof, Christian, Thorsten: 200 Minuten Film, darunter über 80 Minuten Konzert, extra für diese DVD aufgezeichnet, das Ganze in einer interaktiven Version und nicht zu vergessen: unser Kurzfilmprojekt zum aktuellen Album "The Color Fury", fünf Kurzfilme von bekannten Regisseuren mit noch bekannteren Schauspielern aus unserem Freundeskreis. Und natürlich die unvermeidliche Backstage-Dokumentation mit interessanten Interviews zur Band, also ein volles Paket.

Und nicht zu vergessen eine Audio-CD von dem Live-Konzert, damit man sich die DVD nicht im Autoradio zerschraddeln muss. Und ein Pappschuber mit einem wunderschönen Cover.

Ihr habt vor kurzem ein neues Album rausgebracht, jetzt kommt die DVD – das klingt irgendwie nach Abschied?

Nee, vergiss es! Wir haben gerade einen neuen Vertrag unterschrieben, der läuft also noch die nächsten Jahre. Wenn unsere Lebern durchhalten, werden wir auf jeden Fall unser 20-jähriges noch erreichen. Es sei denn, wir schlagen uns bei der nächsten Platte tot, weil wir die nämlich alleine produzieren.

Uns gibt’s jetzt 15 Jahre, und eines der wichtigen Dinge ist, dass wir uns eine neue Herausforderung gesucht haben, dass wir uns in neue Bereiche begeben haben, wo wir uns bisher nicht auskannten, und probiert haben. Wir müssen uns immer wieder unsere Herausforderungen schaffen. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du in Routine verfällst.

Aber wie passt so ein Multimedia-Projekt mit so einer Aktion, wie ihr sie jetzt macht, zusammen? Ihr zieht ja quasi mit eurem Bus durchs Land und spielt mit Straßenmusikerequipment.

Es passt perfekt zusammen. Es ging darum, Autogrammstunden zu geben und eine Pressereise zu machen und hier und da ein Interview zu geben. Das ist alles ganz dufte, aber was können wir denn gut? Wir können ganz gut Musik machen. Das macht uns Spaß, also haben wir das mal zusammengebracht. Bis jetzt klappt das wunderbar.

Man hatte Mitte der 1990er Jahre mit der Amerika-Tour den Eindruck: Jetzt drehen sie ein bisschen ab. Ist das für euch auch so, dass ihr vielleicht als Band wieder ein bisschen mehr wieder zusammenfindet?

Es ist im Moment auf jeden Fall so. Auch wenn wir uns vor drei Monaten mal wieder fast aufgelöst hätten. Wir haben halt Spaß an dem, was wir tun. Und es ist spannend. Ich glaube, keiner bei uns kann sich vorstellen, etwas anderes zu tun als Musik. Und solange wir das Gefühl haben, in dieser Band etwas zu machen, was uns wertvoll ist, was uns Spaß macht, ist das halt so.

Reibereien gehören zu einer guten Ehe?

Auf jeden Fall, klar. Man kann so ‘n Essen versalzen... Geschmacksnerven sind anders bei jedem.

"The Color Fury" und "Monochrome" klingen danach, als ob es einen Bruch geben würde: "Fury früher" zu "Fury heute". Wie seht ihr eure Zukunft?

Wir machen jetzt erst mal fünf Monate Pause mit Fury, so dass jeder sein Leben neben Fury ausleben kann, auch sein musikalisches. Und dann sind unsere Pläne, dass wir die nächste Platte selber produzieren. Das ist Herausforderung genug, keine Entscheidungshilfe mehr dabei zu haben. Ist das ein Bruch? Ich weiß es nicht. Vielleicht eher wieder eine Rückbesinnung auf alte Kellerqualitäten.

Wir danken für Euren Besuch ...

Das Gespräch führte Musikredakteur Ulrich-José Anders

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