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Politik & Gesellschaft

"Wir brauchen Sie in Friedenau"

In Berlin haben sich rund tausend Menschen mit Rabbiner Daniel Alter solidarisiert. Der Rabbi war brutal zusammengeschlagen worden und dies vor den Augen seiner kleinen Tochter.

Rabbiner Daniel Alter (Foto: dpa)

Solidaritätskundgebung nach Angriff auf Rabbiner

Der 53-jährige Rabbiner, dem bei der Attacke das Jochbein gebrochen worden war, nahm an der Solidaritätskundgebung auf dem Grazer Platz im Stadtteil Friedenau selbst teil.

Jüdisches Leben soll bleiben und wachsen

Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) forderte die Islamverbände auf, den Antisemitismus mit konkreten Maßnahmen zu bekämpfen. An den Rabbiner gewandt betonte Kolat: "Wir brauchen Sie in Friedenau. Wir brauchen sie, damit jüdisches Leben bleibt und wächst."

Daniel Alter war vor den Augen seiner kleinen Tochter krankenhausreif geprügelt worden. Laut Polizei sind die Täter vermutlich arabischer Herkunft. Sie sollen der kleinen Tochter des Rabbiners mit dem Tode gedroht haben.

Die Moscheengemeinden sind gefragt

Auch Grünen-Parteichef Cem Özdemir forderte nach dem Angriff auf den Rabbiner Konsequenzen. "Hier sind die Schulen, die Vereine, Eltern und auch die Moscheegemeinden gefordert, unmissverständlich deutlich zu machen, dass Antisemitismus in unserem Land keinen Platz haben darf". Özdemir wies darauf hin, dass es verschiedene Formen des Antisemitismus gebe, unter anderem von türkisch-, arabisch- und kurdischstämmigen Jugendlichen. Bei diesen müsse man verstärkt dagegen vorgehen.

Kundgebung 'Kein Antisemitismus in Friedenau' (Foto: dpa)

Mindestens 1.000 Berliner kamen zu der Solidaritätskundgebung

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) appellierte, die Gesellschaft dürfe sich durch solche Straftaten nicht einschüchtern lassen. "Ich bin erschüttert und verurteile den Übergriff", sagte Friedrich und fügte hinzu: "Solche Taten sind abscheulich, und solche Angriffe auf den Wert der Toleranz dürfen uns und die jüdische Gemeinde nicht einschüchtern."

haz/nem (dapd, dpa, epd)

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