Wintertransfers: Bundesliga auf Sparkurs | Sport | DW | 31.01.2018
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Fußball-Bundesliga

Wintertransfers: Bundesliga auf Sparkurs

Der teuerste Transfer ist ein Verkauf: Aubameyang verlässt die Bundesliga. Die deutschen Klubs machen beim Shopping-Wahnsinn, wie es ihn in England, Frankreich und Spanien gibt, nicht mit.

Der Königstransfer war ein Verkauf, von Shopping-Wahnsinn überhaupt keine Spur: Auch am "Deadline Day" haben die Fußball-Bundesligisten auf einen spektakulären Last-Minute-Kracher verzichtet. Anstatt es ihren europäischen Konkurrenten gleichzutun und schwindelerregende Ablösesummen zu überweisen, füllten die Klubs lieber das Sparschwein.

Mit nur einem Transfer tat dies am kräftigsten Borussia Dortmund, das mit dem Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal satte 63,75 Millionen Euro kassierte. Zwar hatte der BVB zuvor bereits für das Abwehrtalent Manuel Akanji 21,5 Millionen überwiesen, dies sollte aber die größte Winter-Ablöse bleiben. Der Belgier Michy Batshuayi (24) vom FC Chelsea wird der Aubameyang-Nachfolger, er kommt auf Leihbasis bis zum Saisonende.

In Talente investieren

WM U17 Finale | England - Spanien | Sergio Gomez (Getty Images/AFP/D. Sarkar)

Nachwuchstalent: BVB-Neuzugang Gomez

Angesichts der hohen Preise auf dem globalen Markt setzen die deutschen Klubs noch mehr auf die jungen Talente. So verpflichtete Borussia Dortmund den spanischen Nachwuchsspieler Sergio Gomez vom FC Barcelona für angeblich drei Millionen Euro. Nur eine Million Euro weniger gab RB Leipzig für den erst 16 Jahre alten dänischen Junioren-Nationalspieler Mads Bidstrup vom FC Kopenhagen aus.

Auch der "Big Player", Bayern München, hielt sich zurück. Mit dem Kauf von Sandro Wagner gab der FCB 13 Millionen Euro aus. Verstärkt haben sich hauptsächlich die Mannschaften, die in Abstiegsnot sind - und auch nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Der Königstransfer gelang dem VfL Wolfsburg, der Admir Mehmedi für zehn Millionen Euro von Bayer Leverkusen loseiste. Auch Werder Bremen verpflichtete für 7,5 Millionen Euro in Milot Rashica einen Offensivspieler.

Insgesamt 70 Millionen Euro für Winter-Neuzugänge

1. Bundesliga - Hamburger SV vs FC Köln (picture-alliance/dpa/D. Reinhardt)

Zwei Spiele, drei Tore: Kölns Zugang Simon Terodde

Schlusslicht 1. FC Köln holte in Angreifer Simon Terodde vom VfB Stuttgart ebenso einen alten Bekannten wie die Schwaben in Mario Gomez (beide 3 Millionen Euro) selbst. Der FSV Mainz 05 sicherte sich mit dem Transfer von Anthony Ujah (3,8 Millionen Euro) ebenfalls neue Power für den Angriff, und auch der SC Freiburg gab in Lucas Höler (1,1 Millionen Euro) das meiste Geld für einen Stürmer aus.

Einzig der mal wieder kriselnde Hamburger SV knauserte notgedrungen - und muss womöglich doch noch mal in die Tasche greifen. Denn für den neuen Trainer Bernd Hollerbach soll, das versucht zumindest dessen Ex-Klub Würzburger Kickers zu erstreiten, eine Ablöse gezahlt werden. Insgesamt haben die Bundesliga-Klubs 70 Millionen Euro für Winter-Neuzugänge ausgegeben. Der Rekordwert steht bei mehr als 90 Millionen Euro aus der vergangenen Saison.

sw/djo (sid, dpa)

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