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Kultur

"Wilde Hilde" in Form ihres Lebens

Nur 24 Stunden nach dem ersten Triumph gewann die Lenggrieserin Hilde Gerg auch die zweite Weltcup-Abfahrt im österreichischen Saalbach-Hinterglemm und feierte damit ihren dritten Saisonsieg.

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Hilde Gerg auf dem Weg zur Goldmedaille?

Hilde Gerg ist als einzige deutsche Skirennläuferin schon in exzellenter Olympia-Form. Vier Wochen vor dem Saisonhöhepunkt in Salt Lake City (8. bis 24. Februar) hat sich die Lenggrieserin mit ihrem bislang einmaligen Doppelsieg bei den alpinen Weltcup-Abfahrten in Saalbach am Wochenende eindrucksvoll in die Favoritenrolle für Gold gefahren und ist fast zwei Jahre nach ihrem Beinbruch in der wohl besten Verfassung ihres Lebens. "Es ist einfach ein Traum, es ist sicher eines meiner schönsten Erlebnisse im Weltcup", sagte die Slalom-Olympiasiegerin von 1998 nach ihren Triumphfahrten am Zwölferkogel und fand: "Im Moment bin ich einfach in einer unglaublich guten Form."

Sonst keine große Rolle für die deutschen Skifahrer

Für Regina Häusl endete die Zeit der Leiden. Die Abfahrts-Weltcupsiegerin des Jahres 2000 schaffte mit Platz 8 in der Abfahrt am Samstag die Olympia-Qualifikation. "Es geht aufwärts", jubelte sie. Ansonsten spielten die deutschen Skifahrer keine große Rolle.

Ein "dummer Fehler" kostete Alois Vogl beim Slalom in Wengen das Ticket zu den Spielen. Nachdem der 29-Jährige am Tag nach dem Dreifach-Triumph der Österreicher in der Abfahrt durch Weltcup-Spitzenreiter Stephan Eberharter, Weltmeister Hannes Trinkl und Josef Strobl mit der hohen Startnummer 62 im ersten Lauf bis auf Platz zehn vorgefahren war, fädelte er im zweiten Durchgang ein.

Chance auf Olympiaqualifikation

Der grippekranke Kroate Ivica Kostelic sicherte sich in der Gesamtzeit von 1:42,29 Minuten mit einem Vorsprung von 1/100 Sekunde auf den Slowenen Mitja Kunc den zweiten Slalom-Sieg der Karriere. Die erste Kombination im Olympia-Winter gewann der Norweger Kjetil-Andre Aamodt vor Bode Miller (USA). Slalom-Spezialist Markus Eberle schied am Sonntag im ersten Durchgang aus, am Vortag bei der Abfahrt waren Max Rauffer und Stefan Stankalla als 36. und 38. weit hinterher gefahren. "Eigentlich sollte man sie nicht mehr im Weltcup starten lassen, aber man darf den Burschen nicht die Chance nehmen, sich für Olympia zu qualifizieren", kritisierte Cheftrainer Martin Oßwald.

Solche Probleme hat sein Kollege Wolfgang Maier dank Hilde Gerg nicht. Scheinbar spielerisch fuhr die Lenggrieserin der Konkurrenz davon und bestätigte mit ihren Saisonsiegen zwei und drei ihre Ausnahmestellung, startete sogar erstmals in dieser Saison im Slalom, um in der Kombinationswertung zu punkten. Mit Platz vier in der Addition beider Rennen war sie beim Sieg der Österreicherin Renate Götschl vor Janica Kostelic (Kroatien) erneut beste DSV-Fahrerin. Den Sieg im Slalom sicherte sich die Französin Laure Pequegnot vor Sonja Nef (Schweiz) und Ylva Nowen (Schweden). Monika Bergmann aus Lam wurde Zehnte.

Ertl im Tal

Während Hilde Gerg Lockerheit und Lebensfreude nur so versprüht, findet Martina Ertl einfach nicht den Weg aus dem Leistungstief. Die 28-Jährige schied geschwächt von einer Virusinfektion bereits im ersten Slalom-Durchgang aus. Nach einer Operation am Weisheitszahn vergangene Woche fehlte der Kombinations-Weltmeisterin die Kraft. Hilde Gerg dagegen setzt nach ihrem Sieg im Super G von Val d'Isère im Dezember nun auch in der Abfahrt die Maßstäbe. (pg)