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Sport

Wiggins vor Tour-Sieg

Bradley Wiggins gewinnt auch das zweite lange Zeitfahren der Tour de France und steht damit kurz vor dem Gesamtsieg 2012. Sein Edelhelfer Christopher Froome beendet die vorletzte Etappe als Zweiter.

Der Brite Bradley Wiggins im Gelben Trikot beim Zeitfahren (Foto: REUTERS)

Der Brite Bradley Wiggins im Gelben Trikot beim Zeitfahren

Radprofi Bradley Wiggins vom Team Sky war einmal mehr in seinem Element und hat im Eiltempo die letzten Zweifel an seinem Gesamterfolg beseitigt. Der 32-Jährige raste beim letzten Einzelzeitfahren der 99. Tour de France zu seinem zweiten Tagessieg und vergrößerte noch einmal seinen Vorsprung vor Edelhelfer Christopher Froome, der als Zweiter auf den 53,5 Kilometern für eine erneute Demonstration des Sky-Teams sorgte, auf 3:21 Minuten.

Der erste britische Triumph bei der Franreichrundfahrt ist Wiggins damit höchstens noch durch einen Sturz zu nehmen. Auf der Schlussetappe nach Paris ist damit aber nicht zu rechnen, da traditionell keine Attacken auf den Führenden mehr erfolgen. Bei der abschließenden "Tour d'Honneur" wird sich das britische Siegerteam, das bisher fünf Etappen gewonnen hat und die Gesamtwertung beherrscht, vielmehr ein Schlückchen Siegersekt genehmigen können. Wiggins ist nach seiner Leistung auf dem Teilstück von Bonneval nach Chartres zudem einer der großen Goldfavoriten im Olympischen Zeitfahren am 1. August in London.

Christopher Froome vom Team Sky beim Zeitfahren (Foto: EPA)

Edelhelfer Christopher Froome macht seinen Sky-Teamkollegen Bradley Wiggins zum Tour-Sieger

Deutsche mit respektablen Leistungen

Der gebürtige Sachse Andreas Klöden (Mittweida/RadioShack) verpasste nach einer ordentlichen Fahrt den Sprung unter die besten Zehn des Gesamtklassements knapp. In Abwesenheit von Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin aus Cottbus, der am ersten Ruhetag der Tour wegen eines Kahnbeinbruchs ausgestiegen war und sich nun mit dem Handicap der Handverletzung auf Olympia vorbereitet, verkauften sich die deutschen Spezialisten recht gut. Tour-Debütant Patrick Gretsch (Erfurt/Argos) hielt lange die Bestzeit und wurde am Ende als bester Deutscher glänzender Sechster. Auch Routinier Bert Grabsch (Wittenberg/QuickStep) lieferte trotz einer Erkältung und der Müdigkeit dreier harter Rennwochen als 18. eine passable Leistung.

Die 20. und letzte Etappe führt das Feld am Sonntag (22.07.2012) über 120 weitgehend flache Kilometer von Rambouillet nach Paris, wo das wichtigste Radrennen der Welt traditionell auf den Champs-Elysées endet.