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Sport

Wiggins Überlegenheit

Mit einem beeindruckenden Sieg im Einzelzeitfahren hat der Träger des Gelben Trikots seinen Vorsprung im Gesamtklassement der Tour de France ausgebaut. Sein vermeintlich ärgster Konkurrent enttäuschte.

Mit der Zieldurchfahrt der 9. Tour-de-France-Etappe, einem Einzelzeitfahren über 41,5 Kilometer, sitzt Bradley Wiggins das Gelbe Trikot des Führenden der Gesamtwertung noch fester auf den Schultern als bisher. Der 32-jährige Engländer aus dem Sky-Team war auf der zumeist flachen Strecke von Arc-et-Senans nach Besançon nicht zu schlagen. Er erreichte das Ziel, da in umgekehrter Reihenfolge des Klassements gestartet wird, zwar als Letzter, war aber dennoch der Erste: Nur 51:24 Minuten benötigte Wiggins und hatte damit 35 Sekunden Vorsprung auf den Zweiplatzierten, seinen Teamkollegen Christopher Froome.

Hinter Froome belegten Zeitfahr-Spezialist Fabian Cancellara (RadioShack / 57 Sekunden Rückstand) und der junge Tejay Van Garderen (BMC / +1:06 Minuten) die weiteren Plätze. Während die Sky-Mannschaft mit dem Doppelsieg ein weiteres Mal ihre Dominanz unterstrich, war Vorjahressieger Cadel Evans (BMC) der große Verlierer beim Kampf gegen die Uhr. Der Australier belegte 1:43 Minuten hinter Wiggins nur den sechsten Rang und verlor damit viel mehr Zeit im Kampf um das Gelbe Trikot als erwartet. In der Gesamtwertung liegt Evans nun 1:53 Minuten hinter Wiggins. Es folgen Froome (+ 2:07), Vincenzo Nibali (Liquigas / +2:23) und Denis Mentschow (Katyusha / +3:02).

Martin beendet die Tour

Tony Martin beim Zeitfahren auf der 9. Etappe der Tour de France (Foto: EPA/NICOLAS BOUVY)

Abschied mit Schmerzen: Tony Martin gab nach dem Zeitfahren wegen seines Handbruchs auf

Vor dem Start der Tour hatten viele Experten damit gerechnet, dass auch der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin vom Team Omega-Quick Step bei der Entscheidung im ersten großen Einzelzeitfahren ein Wort mitreden würde. Allerdings fuhr der 27-Jährige seit einem Sturz auf der ersten Etappe mit einem Kahnbeinbruch in der linken Hand. Diesem Handicap musste Martin Tribut zollen, er fuhr mit 2:16 Minuten Rückstand aber immerhin noch auf Rang zwölf. Bester Deutscher war Andreas Klöden (RadioShack), der mit 2:09 Minuten Rückstand Zehnter wurde. Tony Martin, der mit seinem Handbruch lediglich bis zum Zeitfahren durchhalten und dieses als Generalprobe für das olympische Einzelzeitfahren von London nutzen wollte, verabschiedete sich nun aus der diesjährigen Tour.

Für die im Feld verbleibenden Fahrer steht am Dienstag der erste Ruhetag auf dem Programm. Anschließend geht es in die Alpen: Am Mittwoch unter anderem über den Col du Grand Colombier (1501 Meter). Am Donnerstag in der sogenannten "Königsetappe" über den Col de la Madeleine (2000 Meter), den Col de la Croix de Fer (2067 Meter) und auf einem knapp 20 Kilometer langen Schlussanstieg rauf zum Ziel in La Toussuire (1705 Meter).