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Gesund leben

Wieviel Eisen braucht unser Körper?

Bei einem möglichen Eisenmangel verordnen Ärzte nur allzu schnell Eisentabletten. Doch ist die Einnahme von zusätzlichem Eisen wirklich sinnvoll? Britische Wissenschaftler warnen aktuell vor den Nebenwirkungen.

Forscher des Imperial College in London haben nämlich in einer Studie herausgefunden, dass die Eisenkonzentrationen bei Standardbehandlungen durch Tabletten innerhalb von zehn Minuten DNA-Schäden auslösen können. Eine Folge veränderter Zellen der Lymph- und Blutgefäße, die auch weitere Folgeschäden nach sich ziehen können.

Dabei ist Eisen für denKörper ein wichtiger Baustein, damit unser Immunsystem richtig funktioniert.

Normalerweise braucht Eisen nicht zusätzlich zugeführt zu werden. Der Bedarf deckt sich aus Fleisch und Fisch, aber auch aus Hülsenfrüchten, Hafer und Weizenkeimen. Verliert der Körper jedoch Eisen, kann eine Zufuhr per Tablette nötig werden. Zum Beispiel bei Frauen durch die monatliche Menstruation oder andere Ereignisse, bei denen ein Mensch viel Blut verliert. Auch Schwangere benötigen mehr Eisen, die Tagesdosis beträgt für sie 27 Milligramm, im Gegensatz zu 15 bis 18 Milligramm für Frauen, die nicht schwanger sind. Männer benötigen kein zusätzliches Eisen, es sei denn, es liegt eine Eisenmangelkrankheit vor.

Chronischer Eisenmangel zeigt sich mit Symptomen wie diffusem Haarausfall, brüchigen Nägeln, Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit. In diesen Fällen wird standardmäßig Eisen verordnet. Nach den neuesten Erkenntnissen der britischen Forscher sollten allerdings die Eisenkonzentrationen der Tabletten dringend beachtet werden.

Der Aufbau von überschüssigem Eisen im Körper birgt neben der DNA- Schädigung das Risiko, Herzerkrankungen zu entwickeln. Das betrifft Männer oft schon aus erblichen Gründen, während Frauen durch die Menstruation überschüssiges Eisen abbauen. Nach der Menopause sollte deshalb bei Frauen und ebenso bei Männern vor einer Supplementierung von Eisen eine genaue Diagnose erfolgen.

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0147990

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