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Kultur

Wiener Philharmoniker stiften ein Haus für Asylsuchende

Wie zahlreiche andere Musiker setzen sich auch die Wiener Philharmoniker für Flüchtlinge ein. Ein ehemaliger Gasthof soll als Unterkunft und Begegnungsstätte für Asylsuchende dienen.

Die Wiener Philharmoniker gehören zu den bekanntesten und renommiertesten Orchestern weltweit. Jetzt wollen die österreichischen Musiker wie viele ihrer Kollegen im In- und Ausland ein starkes Zeichen für die Integration von Asylsuchenden setzen. In einem ehemaligen Gasthof im niederösterreichischen St. Aegyd wollen sie eine Unterkuft für Asylbewerber mit vier Wohneinheiten einrichten. Das Gebäude soll angekauft und baulich entprechend angepasst werden. Die dafür benötigten 250.000 Euro will das Orchester mit Erlösen aus einem Benefizkonzert und Spenden aufbringen.

Mehr als eine Unterkunft

Die Unterkunft soll vom Diakonie Flüchtlingsdienst betrieben werden, das Orchester übernimmt eine dauerhafte Patenschaft. Der Gastraum der ehemaligen Wirtschaft soll nach dem Umbau auch als Ort für Sprachkurse und Begegnungen dienen. Die Musiker selbst wollen in dem Haus zukünftig Kammerkonzerte geben und mit den Bewohnern in direkten Kontakt treten. Die Entstehung des Projektes wird durch eine filmische Dokumentation begleitet. Laut den Musikern sei die örtliche Bevölkerung bereits im Vorfeld in die Planungen eingebunden gewesen.

Orchester-Vorstand Andreas Großbauer erklärte gegenüber der österreichischen Presseagentur APA: "Damit wollen wir nicht nur ein Zeichen der humanitären Gesinnung setzen, sondern einen Raum für Verständigung öffnen, von der alle langfristig profitieren, auch die Gemeinde und letztlich unsere Gesellschaft."

pj/suc (dpa)

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