1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Wiedersehen in der Europa League

Borussia Mönchengladbach will bei Trainer Favres früherem Club FC Zürich den ersten Dreier in der Europa League holen. Für den VfL Wolfsburg muss nach der Auftaktpleite nun gegen Lille ein Heimsieg her.

Die emotionale Rückkehr in die Heimat zu seinem Ex-Club ändert nichts an den ehrgeizigen Plänen von Trainer Lucien Favre. Nach dem Höhenflug in der Meisterschaft und zehn Pflichtspielen ohne Niederlage will Borussia Mönchengladbach auch in der Europa League den nächsten Schritt machen. Dabei trifft der Bundesligazweite am Donnerstag (21.05 Uhr MESZ) beim FC Zürich ausgerechnet auf Favres früheren Verein. "Ich hatte hier fantastische Jahre. Wenn ich an diese Tage zurückdenke, kommen viele schöne Erinnerungen hoch", sagte der in der nähe von Lausanne geborene Gladbacher Coach.

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre schaut auf den Platz (Foto: Caroline Seidel/dpa)

Borussia Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre

Vor seinem ersten Pflichtspiel-Auftritt in der Heimat als Borussen-Trainer erinnerte Favre daran, dass ihn die Erfolge im Letzigrund erst nach Deutschland geführt hätten. "Ohne den FC Zürich wäre ich nicht in der Bundesliga. Und nicht der Trainer, der ich heute bin", sagte Borussias Coach der "NZZ am Sonntag". Mit Zürich gewann Favre zwischen 2003 und 2007 zweimal den Schweizer Meistertitel und einmal den Pokal: "Es war eine aufregende Zeit, die ich in Zürich erleben durfte." Der Trainer kehrt erstmals seit 2008 wieder ins Stadion Letzigrund zurück.

Mit der Erfolgsserie der vergangenen Wochen hat sich die Favre-Elf, die im 139. Europapokal-Spiel erstmals auf eine Mannschaft aus der Schweiz trifft, die Favoritenrolle erarbeitet. Zumal die Gastgeber nach der 2:3-Niederlage im Auftaktspiel bei Apollon Limassol schon unter Druck stehen und dringend einen Sieg benötigen. Borussia trennte sich im ersten Spiel vom FC Villarreal mit einem 1:1-Unentschieden. Unterstützt werden die Borussen international auch diesmal wieder von einer großen Fanschar. Etwa 8000 Gladbacher Fans werden in Zürich erwartet.

Wolfsburg heißt Kjaer willkommen

Auch den VfL Wolfsburg erwartet ein Wiedersehen der besonderen Art. Mit dem OSC Lille kehrt am Donnerstag (19.00 Uhr MESZ) Simon Kjaer nach Wolfsburg zurück. Der 25 Jahre alte Däne wurde vor knapp einem Jahr bei den "Wölfen" aussortiert und dürfte nun besonders motiviert sein. "Ich glaube, Simon ist auch ein Grund, warum Lille so wenig Gegentreffer hat", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Lilles dänischer Verteidiger Simon Kjaer zeigt ins Publikum (Foto: DENIS CHARLET/AFP/Getty Images)

Lilles dänischer Verteidiger Simon Kjaer

Gefürchtet ist der harte Innenverteidiger, der 63 Erstligaspiele für den VfL absolvierte, auch als Torschütze, vor allem nach Standardsituationen. So gelang ihm bei Lilles Auftaktspiel in der Europa League gegen FK Krasnodar der Ausgleichstreffer zum 1:1. "Es ist cool, in Wolfsburg alte Freunde zu treffen, aber es geht um ein gutes Resultat, und nur das zählt", sagte Kjaer. Gegen die defensivstarken Nordfranzosen ist der Druck bereits groß, weil die Wolfsburger nach dem verpatzten Auftakt in Everton (1:4) in der Gruppe H Letzter sind. "In den Heimspielen muss man die Grundlagen schaffen, am besten alle drei gewinnen", sagte Allofs.

Der OSC Lille liegt in der französischen Ligue 1 auf Platz drei und ist mit nur einer Niederlage in acht Spielen deutlich besser in die Saison gestartet als der VfL. "Das ist kein Emporkömmling, keine vorübergehende Erscheinung", sagte Allofs, der als Profi drei Jahre in Frankreich gespielt hat. Auch wenn sich die Wolfsburger im Vorfeld intensiv mit dem Gegner beschäftigt haben, forderte Trainer Dieter Hecking: "Wir werden nicht so viel auf Lille schauen, wir wollen alles rausholen, Lille soll sich nach uns richten."

Die Redaktion empfiehlt