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Kultur

Wiedereröffnung des Hildesheimer Doms

Nach knapp fünf Jahren Renovierungsarbeiten läuten im Mariendom erneut die Glocken. Die Wiedereröffnung bildete den Auftakt der Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Jubiläum des Bistums Hildesheim.

Die Gerüste der größten Kirchenbaustelle Deutschlands sind abgebaut. Nun hat der rund 800 Jahre alte Hildesheimer Dom einen neuen Steinaltar, eine neue Orgel und einen neuen Glockenstuhl. Das Dach ist saniert und der Innenraum mit hellen Holzstühlen und einer Fußbodenheizung ausgestattet. Durch die neuen Fenster öffnet sich nun der Blick auf den "Tausendjährige Rosenstock", eines der Hildesheimer Wahrzeichen.

Innenraum des Hildesheimer Doms - Manfred Zimmermann, EUROMEDIAHOUSE

Der Heziloleuchter aus dem 11. Jahrhundert schwebt wieder im Mittelschiff des Doms

Zur Eröffnung stieß Bischof Norbert Trelle am Freitag (15.08.2014) die Bernwardstür auf. Damit begannen offiziell die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Jubiläum des Bistums. Vom Harz bis zur Nordseeküste wurden 1200 Sekunden lang alle Glocken geläutet. Zum feierlichen Gottesdienst waren unter anderem der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und der Vatikan-Botschafter in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, gekommen. Anwesend war auch Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Die Feierlichkeiten zum Bistumsjubiläum und der Wiedereröffnung des Doms dauern eine ganze Woche.

Gegründet wurde das Bistum 815 von Kaiser Ludwig dem Frommen. Im Jahre 1046 brannte das damalige Gotteshaus völlig aus. Daraufhin baute man den Mariendom. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Bomben zerstört wurde, stellte man den neuen Dom Anfang der 1960er Jahre fertig. 1985 wurde er zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.