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Nahost

Wieder treffen Raketen aus dem Libanon Israel

Unbekannte haben erneut Raketen von libanesischem Gebiet auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelische Armee feuerte zurück, verletzt wurde niemand. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wirbt für Waffenstillstand in Gaza.

Verletzter (Quelle: AP)

Verletzter Palästinenser in Gaza-Stadt

Zum zweiten Mal seit Beginn des Gaza-Krieges wurde Israel vom Libanon aus mit Raketen beschossen. Nach Angaben der israelischen Polizei sind die drei Katjuscha-Raketen am Mittwoch (14.01.2009) außerhalb der Stadt Kiriat Schmona an der Nordgrenze des Landes explodiert. Verletzt worden sei niemand, Sachschaden sei auch nicht entstanden. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es seien insgesamt fünf Raketen abgefeuert worden. Zwei seien aber im Libanon niedergegangen.

Zu dem Beschuss hat sich bislang niemand bekannt. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, wurde eine Katjuscha-Rakete von der Region Al-Arkub aus abgefeuert. Israel feuerte nach libanesischen Angaben eine halbe Stunde nach dem Beschuss seinerseits vier Granaten auf den Libanon ab, die in mehreren libanesischen Dörfern nahe der Grenze einschlugen. Auch dabei wurde nach ersten Informationen niemand verletzt.

Krieg in Gaza geht weiter

Panzer (Quelle: AP)

Auch am Mittwoch schickt Israel wieder Panzer in den Gazastreifen

Israel beschoss am Mittwoch weiter Ziele im Gazastreifen. Zuletzt habe die Luftwaffe insgesamt 60 Ziele angegriffen, sagte ein Militärsprecher. Kampfjets und Hubschrauber hätten mehrere Waffenlager sowie etwa 35 Tunnel bombardiert, durch die Waffen geschmuggelt worden seien. Einem Agenturbericht zufolge schossen Panzer im Morgengrauen erneut auf Wohngebiete, über denen dichter weißer Rauch aufstieg. Nach palästinensischen Angaben traf die israelische Armee außerdem den Friedhof Scheich Radwan in Gaza. Dabei seien zahlreiche Gräber zerstört und Leichen exhumiert worden. Zerstört wurde laut Zeugen auch das alte Rathaus von Gaza-Stadt, das zuletzt als Gerichtsgebäude genutzt worden war.

Unterdessen werden die Rufe nach einem Waffenstillstand lauter. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon traf am Mittwoch in Ägypten ein. Dort will er mit Präsident Mubarak über dessen Initiative für eine Waffenruhe sprechen. Danach reist er nach Jordanien, Israel, ins Westjordanland, den Libanon, nach Syrien und Kuwait. Ban reist mit Rückendeckung des UN-Sicherheitsrats: Alle 15 Mitglieder unterstützten die Bemühungen für einen Waffenstillstand, sagte der französische UN-Botschafter Jean-Maurice Ripert.

Umstrittene Phosphorgranaten

Zerstörtes Haus (Quelle: AP)

Zerstörtes Haus in Gaza-Stadt

Kritisch äußerte sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zur Verwendung von Phosphorgranaten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte Israel beschuldigt, die umstrittene Munition einzusetzen. Phosphorgranaten verstießen nicht gegen internationales Recht, wenn sie zur Erzeugung von Rauch oder als Leuchtmittel eingesetzt würden, sagte IKRK-Waffenexperte Peter Herby in Genf. Die Granaten könnten jedoch leicht Brände entfachen. Das könne die Zivilbevölkerung gefährden, weswegen Israel damit vorsichtig umgehen müsse, mahnte Herby. Israel selbst hat bislang keine Stellung zu den Vorwürfen bezogen. (det)

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