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Aktuell Europa

Wieder Terrorverdächtige in Belgien gefasst

Belgiens Sicherheitsbehörden bleiben während der EM in erhöhter Alarmbereitschaft: Schon wieder wurden zwei Männer wegen Terrorverdacht festgenommen. Sie sollen laut Medienberichten Anschläge auf Fans geplant haben.

Durchsuchung von Terrorverdächtigen bei einer Razzia in Antwerpen, Belgien (Foto: picture-alliance/AP Photo/V. Mayo)

Durchsuchung von Terrorverdächtigen bei einer Razzia im belgischen Antwerpen vergangenes Wochenende

Den einen Terrorverdächtigen hat die Polizei bei einer Razzia vergangene Nacht in der belgischen Stadt Verviers, nahe der deutschen Grenze, festgenommen. Den anderen mutmaßlichen Terroristen fassten die Ermittler im ostbelgischen Tournai. Über die Hintergründe und mögliche Angriffspläne gibt es derzeit keine offiziellen Angaben. Von der belgischen Staatsanwaltschaft hieß es nur: Es sei "zu früh über einen Terroranschlag zu sprechen". Der belgische Sender RTL berichtet hingegen unter Berufung auf eine anonyme Quelle auf seiner Internetseite, der in Verviers gefasste Mann habe einen Anschlag auf eine öffentliche Übertragung des EM-Fußballspiels Belgien gegen Ungarn am Sonntag geplant.

Belgien bleibt in Alarmbereitschaft

Es ist nicht die erste Anti-Terror-Aktion in jüngster Zeit. Wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" hatte es bereits am vergangenen Wochenende einen landesweiten Anti-Terror-Einsatz in Belgien gegeben. Dabei wurden drei Männer in Haft genommen. Sie sollen einem Medienbericht zufolge Anschläge während der EM-Partie Belgien gegen Irland am vergangenen Samstag geplant haben. Kurz darauf, am Montag, hatte die Polizei zudem einen Terrorverdächtigen in der belgischen Hauptstadt Brüssel festgenommen, der den Plan gefasst haben soll, einen

Anschlag auf ein Einkaufszentrum

zu verüben. Sein Sprengstoffgürtel erwies sich jedoch als Attrappe.

Belgische Fans beim Spiel Schweden gegen Belgien (Foto: picture-alliance/dpa/A. Surel)

Planen Terroristen Anschläge auf belgische Fans? Die Behörden bleiben alarmiert

Seit den islamistischen Anschlägen von Paris am 13. November, die wesentlich in Brüssel vorbereitet worden waren, befindet sich Belgien in erhöhter Alarmbereitschaft. Im Land gilt Terrorwarnstufe drei von insgesamt vier. Das bedeutet, dass eine Terrorattacke möglich und wahrscheinlich ist.

Am 22. März wurden bei zwei Anschlägen am Brüsseler Flughafen und einer Metrostation in der Innenstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt. Besonders in Brüsseler Brennpunktvierteln wie Molenbeek, aus denen mehrere der Pariser Attentäter stammten, gab es seitdem zahlreiche Razzien.

vk/kle (ap, afp, dpa)

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