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Selbstmordattentat

Wieder tödlicher Anschlag auf Soldaten im Jemen

Sie warteten auf die Auszahlung ihres Soldes in einer Militärbasis in Aden, als ein Selbstmordattentäter sich in ihrer unmittelbaren Nähe in die Luft sprengte. Unklar ist noch, wer für die Tat verantwortlich ist.

Mehr als 40 Soldaten starben bei dem Selbstmordanschlag in der südjemenitischen Stadt Aden, viele weitere wurden verletzt. Das teilten Militärvertreter und Rettungskräfte mit.

Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art: Bereits am vergangenen Wochenende waren bei einem Selbstmordanschlag in Aden 48 Soldaten getötet worden. Es war das gleiche Muster und der gleiche Ort wie bei dem jüngsten Anschlag: die Soldaten versammeln sich vor der Auszahlungsstelle für ihren Sold, der Attentäter mischt sich unter sie und zündet den Sprengstoff an seinem Körper. Zu der Tat vor einer Woche hatte sich laut Auswärtigem Amt die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" bekannt. Die Verantwortung für den jüngsten Anschlag hat bislang noch niemand übernommen.

Mehr als zwei Jahre Bürgerkrieg

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des ins Exil geflüchteten sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und andere Milizen, die dem ehemaligen Staatschef Ali Andallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis Luftangriffe auf die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen.

Die sunnitische IS-Miliz und das Terrornetzwerk Al-Kaida machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Präsenz im Süden und Osten des Landes auszudehnen. In den vergangenen Monaten verübten sie vor allem in Aden immer wieder Anschläge.

fab/SC (dpa, afp, rtre)