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Kultur

Wieder tödliche Massenpanik bei Pilgerfahrt in Saudi-Arabien

Bei einer Massenpanik unter islamischen Pilgern sind mehrer Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Etwa 1000 Teilnehmer wurden verletzt. Wie schon 2004 und 1990 brach die Panik bei einem Steinigungsritual aus.

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Die meisten Opfer wurden zu Tode getrampelt

Die Aussagen über die Opferzahl schwanken zwischen 100 und 300 Toten. Wie ein Arzt des Roten Halbmonds mitteilte, wurden zudem 1000 Menschen verletzt. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden kam es auf der Dschamarat-Brücke zu der Panik, als sich die Gläubigen in Mina auf dem Weg zu der symbolischen Steinigung des Teufels befanden.

Bei dem Ritual werfen Pilger Steine auf drei Säulen, die den Teufel symbolisieren. Ein Augenzeuge berichtete, die Leichen seien mit Tüchern abgedeckt und auf den Boden gelegt worden. Einige Leichen seien von Ärzten auf Lastwagen gehoben worden.

Zur Hadsch halten sich mehr als zwei Millionen Pilger in der Gegend auf. In den vergangenen Jahren ist es wiederholt zu Unglücken während der Wallfahrt gekommen. Vor zwei Jahren starben rund 250 Menschen bei einer Panik, ebenfalls während des Steinewerfens an der gleichen Brücke. Nach einem Unglück im Jahr 2004 hatten die Behörden Barrieren gebaut und Tausende von Sicherheitskräften eingestellt um während der Zeremonie für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Hadsch sollte am Donnerstag enden. (kas)

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