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Vetternwirtschaft

Wieder Razzia bei Samsung wegen Park-Affäre

Die Ermittler waren schon da. Jetzt kamen sie wieder. Der größte Konzern Südkoreas wird immer tiefer in die Affäre um Staatspräsidentin Park Geun Hye hineingezogen. Es geht um ganz besondere Gefälligkeiten.

Südkorea Samsung Firmenzentrale (Reuters/Kim Hong-Ji)

Fusion gegen Gefälligkeiten? Samsung-Gebäude in Seoul (Archivbild)

Die Ermittlungen im Korruptionsskandal um eine Vertraute der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye ziehen immer weitere Kreise. Längst ist auch das größte Unternehmen des Landes, Samsung, im Visier der Fahnder. Schon Anfang November hatten die Ermittler kistenweise Beweismaterial aus Samsung-Büros herausgeschleppt. Die Staatsanwaltschaft ließ erneut Gebäude des größten Mischkonzerns des Landes und diesmal auch die Zentrale des staatlichen Pensionsfonds durchsuchen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Yonhap meldet. Ein Sprecher der Samsung-Gruppe, deren Kernstück der weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung Electronics ist, bestätigte die Durchsuchungen, äußerte sich aber nicht weiter dazu.

Park steht im Verdacht, auf den Fonds eingewirkt zu haben, um die umstrittene Fusion zweier Samsung-Töchter im vergangenen Jahr zu bewilligen. An beiden Unternehmen hielt der Pensionsfonds Anteile. Im Gegenzug für diese Unterstützung soll sich Samsung erkenntlich gezeigt haben, indem es unter anderem die Reitsport-Aktivitäten der Tochter von Parks umstrittener Freundin Choi Soon Sil finanzierte. Choi steht im Zentrum des Korruptionsskandals. Am Sonntag hatten die Ermittler gegen sie Anklage wegen Machtmissbrauchs und Betrugs erhoben.

Südkorea Durchsuchung der Samsung Firmenzentrale (Reuters/Kim Hong-Ji)

Razzia, die erste: Ermittler sichern am 8. November Beweismaterial bei Samsung

Die konservative Staatschefin ist wegen des Skandals schwer in Bedrängnis geraten. Park wird vorgeworfen, ihrer Freundin ohne offizielles Amt die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben. Choi soll zudem ihre Beziehung zu Park genutzt haben, um Sponsorengelder für zwei private Stiftungen von Unternehmen wie Samsung einzutreiben und sich persönlich zu bereichern.

jj/kle (dpa, rtr)

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