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Aktuell Amerika

Wieder Guerilla-Angriff in Paraguay

Paraguays neuer Präsident Horacio Cartes ist gerade drei Tage im Amt, da schlagen linke Guerilleros zu und töten bei einem Überfall fünf Menschen.

Polizisten tragen einen der ermorden Wachmänner weg (Foto: afp)

Polizisten tragen einen der ermorden Wachmänner weg

Linke Guerilla-Kämpfer haben in Paraguay fünf Wächter eines Landgutes getötet. Nach Angaben der Regierung haben die Rebellen die fünf in San Pedro, 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Asunción, entführt und umgebracht. Als die Polizei eintraf, habe es einen Schusswechsel gegeben, ein Polizist sei dabei verletzt worden. Die Rebellen entkamen, die Wachleute wurden später tot aufgefunden.

Marxistische Guerilla

Der Überfall war die erste derartige Tat nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten von Paraguay, des konservativen Politikers Horacio Cartes, vor drei Tagen. Innenminister Francisco de Vargas machte die marxistische Guerillagruppe Paraguayische Volksarmee (EPP) für den Überfall verantwortlich. Cartes kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Rebellen an.

Die EPP ist eine kleine, linksgerichtete Gruppe und im Norden von Paraguay aktiv. Laut Regierung besteht sie aus 20 bis 30 Mitgliedern und hat Verbindungen zur kolumbianischen FARC. Ihr werden mehrere Anschläge und Morde zur Last gelegt. 2005 soll sie die Tochter von Ex-Präsident Raúl Cubas entführt und ermordet haben. Auch den Sprengstoffanschlag auf den Justizpalast in der Hauptstadt Asunción im Jahr 2008 soll die EPP verübt haben.

det/mak (afp, dpa, epd)

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