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Russland

Wieder Festnahmen bei Oppositionsprotesten in Moskau

Eine Woche nach den landesweiten Protesten gegen die russische Regierung folgen nun kleinere Kundgebungen. Die Staatsmacht greift erneut hart durch: In Moskau führte die Polizei zahlreiche Demonstranten ab.

Aus einem sogenannten "Spaziergang der Opposition" im Zentrum von Moskau heraus führten Polizisten 30 Demonstranten ab, wie die Nachrichtenagentur Tass meldet. Korrespondenten sprechen sogar von 40 Festnahmen bis zum Mittag. Laut Polizei wurden die Anhänger der Oppositionsbewegung wegen "Verletzung der öffentlichen Ordnung" mitgenommen. In Moskau hatten die Behörden zur Überwachung des Roten Platzes und anderer Orte einen massiven Polizeieinsatz angeordnet.

Russlands Jungend protestiert gegen die Staatsmacht

Zu den Kundgebungen der Opposition war anonym im Internet aufgerufen worden. Nicht nur in der russischen Hauptstadt, auch in anderen Städten wie St. Petersburg oder Tscheljabinsk in Sibirien gingen Schüler und Studenten wieder auf die Straße.

Am Sonntag vor einer Woche waren in ganz Russland Zehntausende Menschen einem Aufruf des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gefolgt, der in einem Video Korruptionsvorwürfe gegen Ministerpräsident Dmitri Medwedew erhoben hatte. Es waren die größten politischen Proteste seit fünf Jahren. Sie wurden vor allem von jungen Leuten getragen. In zahlreichen Städten, auch in Moskau, waren die Proteste jedoch nicht genehmigt worden. 

Proteste in Russland Festnahmen (Reuters/M. Shemetov)

Mit der Härte der Staatsmacht: In Moskau werden Jugendliche von Polizisten in Gewahrsam genommen

Gefängnis- und Geldstrafen gegen Demonstranten

Allein in der russischen Hauptstadt hatte die Polizei vergangenen Sonntag mehr als 1000 Demonstranten vorläufig festgenommen. Die meisten wurden zu mehrtägigen Arreststrafen verurteilt. Nawalny selbst war wegen Aufrufs zu einer ungenehmigten Kundgebung und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 15 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt worden.

cw/kle (dpa, afp, ape)

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